Aus für Schlecker XL APOTHEKE ADHOC, 28.06.2012 18:39 Uhr
Berlin - Auch für die 342 Filialen von Schlecker XL gibt es keine Zukunft. Der Gläubigerausschuss der Drogeriekette sah in München keine wirtschaftlich vertretbare Perspektive für die Fortführung und traf daher heute in München die Entscheidung, die Kette, die rund 1110 Mitarbeiter beschäftigt, abzuwickeln.
„Leider konnte kein Komplettverkauf von Schlecker XL zusammen mit 'IhrPlatz' erzielt werden“, erklärt Insolvenzverwalter Werner Schneider. Wegen der tariflichen Einheit mit dem Mutterkonzern hätten die Investoren „ein viel zu großes und nicht kalkulierbares Risiko im Zusammenhang mit den Kündigungsschutzklagen“ gesehen.
Der Insolvenzverwalter muss nun mit dem Betriebsrat um den Abschluss eines Interessenausgleichs und Sozialplans verhandeln. Die Kündigungsschreiben sollen bis Mitte Juli verschickt werden. Für „IhrPlatz“ werden die Gespräche mit einem Investor am Montag fortgesetzt. Auch in Österreich soll es eine Zukunft geben. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz bestätigte, dass er mit zwei Investoren enge Gespräche führe, die Schlecker Österreich als Ganzes erhalten wollten. Es gebe gute Chancen für das Fortbestehen; mit Hochdruck werde an der Abkopplung von der Muttergesellschaft in Deutschland gearbeitet.
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