Porträt

Asys: EDV-Pioniere in der Apotheke Alexander Müller, 13.07.2012 14:51 Uhr

Berlin - Millionen von Einzeldaten sind in der Apothekensoftware hinterlegt. Ohne Computer geht heute so gut wie nichts mehr in der Apotheke. Mit den technischen Möglichkeiten sind die Anforderungen immer weiter gestiegen: So ließen sich wirkstoffbezogene Rabattverträge für jede Krankenkasse ohne EDV überhaupt nicht bewältigen. Teil der rasanten Entwicklung und Pionier der Branche ist die Firma Asys. Das Softwarehaus feiert in diesem Jahr seinen 30.Geburtstag.

Hervorgegangen ist Asys aus dem Oberhausener Traditionsunternehmen Ringelhan & Rennett, einem Einrichter von Apotheken und Arztpraxen. Als die Firma 1982 Konkurs anmeldet, müssen sich auch die rund 20 Mitarbeiter der EDV-Abteilung etwas Neues suchen. Elf von ihnen schließen sich zusammen, lösen die Abteilung aus der Konkursmasse. Die Firma Asys kommt zunächst in ehemaligen Räumen der Noweda unter. Der Großhändler konsolidiert zu dieser Zeit gerade seine Büros.

Asys startet mit der Betreuung von 42 Apotheken und Systemen, die so groß sind wie Kühlschränke. Die 2x5-Kilobyte-Wechselplatten beinhalten aber bereits den kompletten Artikelstamm sowie Lager- und Kundendaten.

Besonders stolz ist man bei Asys darauf, dass das System schon in den 1980er Jahren mehrere Apotheken miteinander vernetzen konnte. Der Wunsch war von einem Nutzer gekommen, der seine Apotheke mit der seiner Frau verbinden wollte. Asys beansprucht auch für sich, dass man als erstes Softwarehaus Rezepte an der Kasse bedrucken konnte und die ersten Scannerkassen ausgeliefert hat.

Lesen Sie auch

APOTHEKE ADHOC Debatte