ARZ Haan verkauft Lauer Fischer APOTHEKE ADHOC, 22.06.2011 18:45 Uhr
Berlin - Das Softwarehaus Lauer Fischer, eine Tochter des Apothekenrechenzentrums ARZ Haan, wechselt seinen Besitzer: Das ARZ Haan hat 75 Prozent der Anteile an das eHealth-Unternehmen CompuGroup Medical verkauft. CompuGroup mit Sitz in Koblenz zahlt 52,5 Millionen Euro für die Übernahme, für die übrigen 25 Prozent der Geschäftsanteile wurden laut Unternehmensangaben Put- und Call-Optionen vereinbart, die bis Ende 2013 ausgeübt werden können.
Mit der Akquisition will die CompuGroup nach eigenen Angaben die Marktposition in Deutschland stärken und sich „neue strategische Optionen in der Vernetzung der Beteiligten im Gesundheitswesen“ eröffnen.
ARZ Haan will sich mit dem Verkauf verstärkt auf das Kerngeschäft der Rezeptabrechnung für Apotheken und sonstige Leistungserbringer konzentrieren. Neben Investitionen in bestehende Geschäftsbereiche seien auch Akquisitionen neuer Unternehmen und Einrichtungen geplant, sagte ARZ Haan-Vorstand Siegfried Pahl. Durch die Transaktion werde das Unternehmen auf eine nachhaltige Kapitalbasis gestellt und seine Position als einer der marktführenden Anbieter in den Abrechnungsmärkten weiter gestärkt. Die CompuGroup ist laut ARZ Haan zudem der „ideale Partner“, um Lauer Fischer weiterzuentwickeln.
CompuGroup gehört nach eigenen Angaben zu den weltweit führenden Anbieter von eHealth-Dienstleistungen, wie etwa Softwareprodukte für Arztpraxen oder elektronische Gesundheitsakten. Mit Standorten in 21 Ländern und Kunden in 34 Ländern beschäftigt der Konzern eigenen Angaben zufolge derzeit 3200 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr setzte CompuGroup mehr als 312 Millionen Euro um. Allein in Deutschland hat das eHealth-Unternehmen 16 Tochterunternehmen.
Viele der deutschen CompuGroup-Töchter bieten Softwareprodukte für Arztpraxen an, wie etwa das Unternehmen Albis. Die CompuGroup dürfte aber auch einigen Apothekern schon bekannt sein: Seit April 2010 bietet das „ifap Service-Institut für Ärzte und Apotheker“, eine Tochter des eHealth-Unternehmens in Kooperation mit 7x4 Blister die Blister-Software „i:blister“ an. Zudem ist die CompuGroup für den „CGM Gesundheitsmonitor“ bekannt, eine monatliche Umfrage unter niedergelassenen Ärzten in Deutschland.
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#3Marktstrategie bestätigt
Die Marktstrategie der CompuGroup Medical AG geht auf. Zahlen und Gewinn vor Qualität und Mitarbeiter. Der Standort Haan ist bis zum gestrigen Tage eine wichtige Niederlassung der Lauer Fischer AG gewesen. Zum einen wurden seit 8 Jahren die Techniker der anderen Niederlassungen bundesweit mit individuellen Softwarelösungen für einen qualitativen Umstieg von einem anderen Produkt zu Winapo unterstützt, zum anderen ist an diesem Standort ein großer Anteil der Kundenservice-Mitarbeiter ansässig. Mit dem gestrigen Tage wurde bekannt gegeben, dass der Standort Haan geschlossen wird, alle 35 Mitarbeiter, ohne Möglichkeit sich im Unternehmen neu zu orientieren zu können, entlassen werden, der Service ohne einen realistischen Ersatz für die Kunden eingeschränkt wird und die Techniker bei den Umstellungen allein gelassen werden. Wenn die CompuGroup bei anderen Übernahmen auch so vorgeht, dann wird es garantiert das größte eHealth Unternehmen der Welt, welches das System krank macht.
#2(1) ????....
...woher stammen denn diese Erfahrungen ??? Herr Kollege ??
#1Marktstrategie statt Kundenorientierung
Meine Prognose für die Zukunft von Lauer Fischer unter der CompuGroup: - schlechterer Service - unausgereifte und fehlerhafte Updates - Innovationen ade Lauer Fischer wird nicht das erste Unternehmen sein, dass durch die Übernahme durch die CompuGroup massiv an Kundenorientierung einbüßt.