Anzag wird Alliance APOTHEKE ADHOC, 22.06.2012 11:33 Uhr
Berlin - Nach 171 Jahren ist Schluss. Die Andreae-Noris Zahn AG (Anzag) ist Geschichte. Vorstand und Aufsichtsrat des Frankfurter Großhändlers haben beschlossen, der Hauptversammlung die Umbenennung in „Alliance Healthcare Deutschland“ vorzuschlagen. Damit nimmt der deutsche Großhändler den Namen der Großhandelssparte seines Mutterkonzerns, Alliance Boots, an. Erst kürzlich hatte auch die italienische Sparte, bislang „Alleanza Salute“, ihren Namen aufgeben müssen.
Ende September wird die Namensänderung mit den Stimmen des Mehrheitsaktionärs beschlossen werden. Zum 1. April 2013 sollen dann alle Anzag-Schilder abgenommen werden. Der danach scheidende Anzag-Chef Dr. Thomas Trümper sagte: „Apotheker und Industrie profitieren vom Mehrwert durch Know-how und die internationalen Erfahrungen von Alliance Boots. Auf diese Entwicklungen sind wir stolz – die neugewonnene Stärke wollen wir auch nach außen demonstrieren.“
1841 war die „J. M. Andreae Material und Farbwaren Handlung“ durch Johann Matthias Andreae gegründet worden. 1923 verschmolz die Frankfurter Firma mit der 1885 in Nürnberg von Carl Friedrich Zahn gestarteten „Handelsgesellschaft Noris Zahn & Cie“.
Alliance Boots hatte den Großhändler nach Jahren als Minderheitsaktionär Ende 2010 mehrheitlich übernommen. Heute kommt der Konzern, der seinerseits bald der US-Apothekenkette Walgreens gehören wird, auf rund 83 Prozent der Anteile.
In den kommenden Tagen wird es weitere Neuerungen bei der Anzag geben. Anfang Juli soll eine neue Geschäftsführerin ihren Posten bei der Dienstleistungssparte „Skills in healthcare“ antreten. Dem Vernehmen nach kommt die Managerin von Procter & Gamble und war dank der Zustimmung von Ornella Barra eingestellt worden. Der Konzern will sich derzeit noch nicht zu der Personalie äußern.
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#2'Drum prüfe, wer sich binde ..................
........... - auch wenn's nicht "ewig" ist !! Denn nur die dümmsten Kälber ........................ Und: Man sollte sich dabei AUCH überlegen, WEM wir durch einen Belieferungsvertrag einen Einblick in UNSERE apothekenspezifischen Daten geben wollen .................
#1Gutes annehmen, aber Altes nicht über Bord werfen
Oje ... wenn das mal nicht in die Hose geht. "Neugewonnene Stärke" schön und gut, aber wenn man sich im Umfeld der neuen Herren der ANZAG umschaut, ist zu befürchten, dass da eine Menge Traditionen über Bord gehen werden, die 171 Jahre lang nicht unbedingt schlecht waren. Klar - man darf sich Neuem nicht verschliessen. Aber Anglizismen verhunzen nicht nur unsere Sprache, sondern sehr oft auch den Charakter in Geschäftsbeziehungen. Wäre unendlich schade ...