Abschied von Island Patrick Hollstein, 22.03.2012 12:55 Uhr
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Neues Kapitel: Die Saga von Actavis wird außerhalb von Island weitergeschrieben. Foto: APOTHEKE ADHOC
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Innerhalb weniger Jahre hat es der Konzern vom Lohnhersteller zur Nummer 4 im Generikamarkt entwickelt. Foto: APOTHEKE ADHOC
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Ursprünglich wurde das Unternehmen in den 1950er Jahren unter dem Namen Pharmaco als Einkaufsgemeinschaft von Apothekern gegründet. Foto: Actavis
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Weil in Island 1972 der Patentschutz gelockert wurde, konnte der Lohnhersteller Generika eher entwickeln als die Konkurrenz in anderen Ländern. Foto: Actavis
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Gerste, Geld, Generika: Ende der 1990er Jahre stieg der Milliardär Björgolfur Thor Björgolfsson beim Pharmaunternehmen ein. Foto: Actavis
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Unter Firmenchef Robert Wessman kaufte Actavis innerhalb weniger Jahre weltweit zwei Dutzend Unternehmen. Foto: Actavis
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In Hafnarfjörður bei Reykjavík wurde 2006 eine neue Konzernzentrale eröffnet. Foto: Actavis
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Heute betreibt Actavis Forschungszentren in Indien ... Foto: Actavis
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... Fabriken in Bulgarien ... Foto: Actavis
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... Vertriebsfirmen in Großbritannien ... Foto: Actavis
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... und Labore in der Türkei. Foto: Actavis
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Dagegen wurde die Beteiligung am bulgarischen Pharmagroßhändler Higia verkauft. Foto: APOTHEKE ADHOC
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Wichtigster Markt sind heute für Actavis die USA. Foto: Actavis
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Als größter Gläubiger übernahm die Deutsche Bank nach der Finanzkrise die Macht bei Actavis. Foto: Deutsche Bank
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Die Führung von Actavis hat der ehemalige Ratiopharm-Chef Dr. Claudio Albrecht übernommen. Foto: Arman Rastegar
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Die Konzernzentrale wurde von Hafnarfjörður ins schweizerische Zug verlegt. Foto: Adventis
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Produktion statt Verwaltung: In Island sollten trotz des Umzugs der Konzernzentrale keine Jobs wegfallen. Foto: Actavis
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Look beyond: Für Actavis brechen neue Zeiten an. Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin - Durch geschickte Zukäufe hatte sich das isländische Pharmaunternehmen Actavis nach der Jahrtausendwende vom Lohnhersteller zur Nummer 4 im weltweiten Generikamarkt entwickelt. Dann nahm Firmenmagnat Björgólfur Thor Björgólfsson den Konzern von der Börse – wenige Monate vor dem Zusammenbruch des isländischen Bankensystems. Als Hauptgläubiger übernahm die Deutsche Bank die Macht bei Actavis und verlegte die Konzernzentrale prompt in die Schweiz. Jetzt könnte der US-Konzern Watson das Ruder übernehmen.
1956 gründete eine Gruppe isländischer Apotheker die Einkaufsgemeinschaft Pharmaco. 1960 stiegt das Unternehmen in die Produktion von Arzneimitteln ein. Weil das isländische Patentgesetz es erlaubte, Generika bereits vor Patentablauf zu entwickeln, machte sich die Firma international als Lohnhersteller einen Namen. Auch große deutsche Firmen kauften in Island.
1999 investierte Björgólfsson, Spross einer von zwei großen isländischen Familiendynastien und erster Milliardär des Landes, in den Pharmahersteller, der damals mit 150 Mitarbeitern einen Umsatz von 57 Millionen Euro machte.
Björgólfsson hatte durch Brauereigeschäfte in Russland den Grundstein seines künftigen Imperiums gelegt und war bereits beim bulgarischen Generikahersteller Balkanpharma investiert. Er fusionierte die Unternehmen und setzte den Manager Robert Wessman als Konzernchef ein.
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