Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 20. Juni 2011, 18:35 Uhr
Der Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) ruft erneut Produkte in den USA und Puerto Rico wegen moderigem Geruch zurück. Betroffen sind diesmal jeweils eine Charge des Neuroleptikums Risperdal (Risperidone), vertrieben von Ortho-McNeil-Janssen, und des Generikums Risperidone, vertrieben von der Tochter Patriot Pharmaceuticals. Insgesamt werden 40.000 Flaschen zurückgerufen. J&J schätzt aber, dass sich weniger als 2.800 Packungen auf dem Markt befinden.
Zwei Patienten hatten sich über den Geruch beschwert, der dem Unternehmen zufolge auf die Chemikalie 2,4,6-Tribromanisol (TBA) zurückzuführen ist. TBA stammt von einem Holzimprägniermittel, das bei der Herstellung von Paletten benutzt wird. Bereits im Januar hatte der Konzern nach eigenen Angaben Maßnahmen getroffen, um die Gefahr einer TBA-Verunreinigung zu reduzieren. Unter anderem müssen Zulieferer demnach nachweisen, dass sie keine Paletten aua chemisch behandeltem Holz benutzen.
Die J&J-Tochter Ortho-McNeil-Janssen hat sich auf Neurologika spezialisiert und stellt unter anderem Präparate zur Behandlung von Alzheimer, Epilepsie und Migräne her.