ApBetrO: Scheitern als Strategie
„Mehr Sicherheit für Patienten – weniger Bürokratie für die Apotheke“: Im Bundesgesundheitsministerium (BMG) ist man mit sich und der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) zufrieden. Vom ursprünglich... Mehr
Yvette Meißner, 06. September 2010, 09:22 Uhr
4,2 Milliarden Euro gaben die Deutschen im vergangenen Jahr für Arzneimittel zur Selbstmedikation aus, vier Milliarden Euro davon in Apotheken. Weil die Hersteller sich nicht ausschließlich auf die Empfehlung ihrer OTC-Produkte verlassen wollen, reinvestieren sie jedes Jahr einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes in PR-Maßnahmen. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Nielsen summierten sich die Werbeetats für Arzneimittel, Nahrungsergänzungsmittel und Hygieneprodukte im vergangenen Jahr auf 724 Millionen Euro.
Beliebtestes Werbemedium für Pharmahersteller ist das Fernsehen: 414 Millionen Euro gaben die Firmen 2009 für TV-Spots aus. Das Vorabendprogramm ist besonders begehrt. Nach einer Nielsen-Studie aus dem Jahr 2007 werden 37 Prozent der Spots zwischen 17 und 20 Uhr geschaltet, ein Viertel zwischen 13 und 17 Uhr. Auch Publikumszeitschriften sind als Werbeträger beliebt (245 Millionen Euro). Auf Werbung in Fachzeitschriften, Radio, Internet und Tageszeitungen sowie auf Plakaten und im Kino entfielen insgesamt 65 Millionen Euro.
Je nach Saison wird am intensivsten für Schmerzmittel, Husten- und Erkältungspräparate sowie Hautpflegeprodukte geworben. Meistumworbenes Produkt ist aber seit Jahren „Formoline 112“. 24 Millionen Euro ließ sich der Hersteller Certmedica laut Nielsen die Reklame für das 2001 eingeführte Medizinprodukt kosten.
Komplettansicht
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
Mitdiskutierensog. Vorverkaufs-Argument
Produkt-Absatz-Förderung in der UNABHÄNGIG-beratenden Apotheke sollte in Händen der Individual-PHARMAZEUTEN-Betriebskostenstruktur verbleiben und eben nicht als "Naturalien"-Rabatt oder Sponsoring vom KAUFMANN (als Kosten-/Werbeersparnis) vereinnahmt werden ...
Mischkalkulation schön und gut .... doch sollten die ApothekeRkammern über den ApothekeNverbänden stehen und nicht umgekehrt, wenn man/frau den gemeinwesendienlichen Nutzen der sog. FREIEN Apothekerschaft erkennen soll.