Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
Désirée Kietzmann und Janina Rauers, 02. September 2010, 08:14 Uhr
Kosmetik ist für Apotheker ein ebenso fester wie interessanter Bestandteil der Freiwahl. Knapp 1,1 Milliarden Euro setzten die Apotheken nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IMS Health im vergangenen Jahr mit Produkten aus dem so genannten „Personal Care“-Bereich um. Das sind immerhin knapp 3 Prozent des Gesamtumsatzes. Allerdings entwickelt sich das Geschäft mit Gesichtscremes, Haarshampoos, Bodylotions und Zahnpasta seit einigen Jahren rückläufig.
Mit knapp 39 Prozent macht die Damenkosmetik traditionell den größten Bereich aus, gefolgt von Pflegeprodukten für die Familie (27,5 Prozent). Auf Platz 3 liegen Haarpflegeproduke mit 14 Prozent, gefolgt von Körperhygiene-Artikeln (9 Prozent), Produkten zur Mundpflege (8 Prozent) sowie Babypflege (1,6 Prozent). Von untergeordneter Bedeutung sind Herrenkosmetik (0,7 Prozent) und Düfte (0,1 Prozent).
Fünf Hersteller teilen rund 40 Prozent des Marktes unter sich auf. Der französische Kosmetikkonzern L'Oréal verteidigt mit Vichy seit Jahren Platz 1. La Roche-Posay, ebenfalls von L'Oréal, wurde inzwischen von Dr. Theiss auf Platz 4 verdrängt: Der saarländische Hersteller (Ringelblumensalbe, Allgäuer Latschenkiefer, Lacalut) hat seine Olivenöl-Produkte fest in den Apotheken platziert.
Platz 2 hält seit Jahren der Hamburger Konzern Beiersdorf mit seiner Marke Eucerin. Die Plätze 5 bis 10 belegen derzeit Pierre Fabre (Avène), Bayer (Bepanthol), Weleda, Dr. Hobein (Eubos), Wala (Dr. Hauschka) und Stada (Ladival). Weitere wichtige Marken sind Louis Widmer, Claire Fisher (Deutsche Chefaro), La Mer, Derma Sel (Fette Pharma), Skin Doctors und Biomaris. Johnson & Johnson stellte Ende 2009 seinen Vertrieb der Marke Roc wegen mangelnder Nachfrage in Deutschland ein.
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