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Apothekensoftware

Lauer kassiert bei Kapferer-Kunden

Alexander Müller, 01. April 2011, 10:18 Uhr

  • Umstellung kostet: Lauer-Fischer verlangt für den Switch von Kapferer auf Noweda 69 Euro von Apotheken.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Die Übernahme des Großhändlers Kapferer durch die Genossenschaft Noweda ist fast komplett abgewickelt. Im Februar wurde auch die Niederlassung Chemnitz/Rossau umfirmiert. Eigentlich eine Formalität, doch die Umstellung des Lieferanten in der Software der Apotheken sorgt für ein bisschen Unmut in der Branche.

Mitte Januar hatte Noweda den Softwarehäusern eine Liste mit den letzten gemeinsamen Kapferer-Kunden geschickt. Die Firmen wurden aufgefordert, ab Februar die Angebote der Noweda zu listen und die alten zu löschen. In der Apothekensoftware muss - je nach Anbieter - der Lieferant geändert oder neu angelegt werden. Theoretisch kann das jede Apotheke selbst vornehmen. Doch manche Apotheken überlassen solche Systemwechsel lieber den Fachleuten und wählen die Hotline ihres Softwarehauses.

Einige Anbieter hätten sich deshalb gewünscht, dass sich der Großhändler an den anfallenden Kosten beteiligt. „Doch das hat die Noweda eiskalt abgeschmettert“, sagt Dr. Matthias Schindl, Pharmatechnik-Geschäftsführer und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Apotheken-Softwarehäuser (ADAS).

Lauer-Fischer wollte den zusätzlichen Aufwand offenbar nicht alleine schultern: Die Umstellung des Systems kostet die Apotheken 69 Euro. Der Aufwand sei „nicht unerheblich“ gewesen, begründete ein Sprecher. Er räumte ein, dass dies nicht immer bei allen Beteiligten zu dem erwünschten Verständnis geführt habe, langfristig aber die beste Lösung sei.

Die Konkurrenten Awinta, Pharmatechnik und Asys haben dagegen auf eine Pauschale verzichtet. Sehr individuelle Leistungen lassen sich aber alle Anbieter von den Apotheken bezahlen. Wenn Apotheker allzu unbedarft Aufgaben an das Softwarehaus delegieren, die sie eigentlich selber ausführen könnten, werden sie zur Kasse gebeten.

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