Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Alexander Müller, 27. Juli 2011, 13:17 Uhr
Das Blister-Projekt 7x4-Pharma ist - zumindest hierzulande - am Ende. Nach dem Aus der AOK-Pilotprojekte in Berlin, Sachsen und Bayern hat das Unternehmen nun auch im Saarland die eigenen Computer bei den Apotheken wieder eingesammelt. Die Anlagen in Merzig stehen still. Derzeit bemüht sich die zur Kohl-Gruppe gehörende Firma, in Frankreich Fuß zu fassen. Die Gerüchte, wonach die Blisterautomaten komplett verkauft werden soll, wies ein Unternehmenssprecher aber zurück.
Kohl hatte - damals noch unter dem Namen Assist - im Jahr 2003 ein erstes Pilotprojekt zur patientenindividuellen Verblisterung in saarländischen Pflegeheimen gestartet. Später folgten erste Gehversuche in der ambulanten Versorgung mit mehrere privaten Krankenversicherungen.
Um das Projekt in Schwung zu bringen, wurden an zahlreiche saarländische Apotheken kostenlos Laptops verteilt. Über eine eigene Software konnte die 7x4-Box direkt bestellt werden. Die Ärzte sollten ihren Privatpatienten die Wochenblister verschreiben. Dem Vernehmen nach hat das Modellprojekt aber nie richtig Fuß gefasst - vergangene Woche wurden die Computer wieder abgeholt.
Bereits Mitte April wurden die Pilotprojekte mit der AOK in Berlin und Sachsen eingestellt. Ein weiterer Test der AOK Bayern, an der sich unter anderem eine Apotheke mit 7x4 beteiligt hatte, wurde im vergangenen Jahr beendet.
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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
MitdiskutierenWie geil ist das denn .....
.....erst die Cobox, jetzt die Blisterschei...e von Kohl tot. Da mache ich bald ne Flasche auf. Mal sehen was der Sommer noch so bringt. Wenn jetzt noch die Holländer die Versandapotheken als "holländische" Apotheken einstufen und die alle zumachen ..... man darf wieder ein bißchen träumen.