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Generikakonzerne

Kein Käufer für Actavis

APOTHEKE ADHOC, 17. April 2009, 08:44 Uhr

  • Schwierige Zeiten: Nach der rasanten Expansion ist bei Actavis Krisestimmung eingekehrt.
Berlin -

Die Verkaufspläne für den isländischen Generikakonzern Actavis haben sich möglicherweise vorerst zerschlagen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Bezug auf Insider berichtet, erschweren die Preisvorstellungen der Eigentümer und die geringe Anzahl von Bietern die Suche nach einem Käufer. Der isländische Milliardär Björgólfur Thor Björgólfsson, dem über die Investmentgesellschaft Novator Actavis gehört, soll demnach den Verkauf vorerst auf Eis gelegt haben.

Laut Reuters hatte Björgólfsson gehofft, mindestens fünf Milliarden Euro für Actavis zu bekommen. Die „aggressive Haltung bei der Bewertung“ auf Actavis-Seite habe es potenziellen Bietern schwer gemacht, zitiert die Nachrichtenagentur einen Insider. Zudem seien mögliche Interessenten wie die US-Pharmariesen Pfizer und Merck zur Zeit mit Mega-Übernahmen beschäftigt. Andere Interessenten seien dagegen kaum in der Lage, angesichts der schwierigen Lage an den Finanzmärkten eine Übernahme zu finanzieren.

Ein großes Hindernis im Actavis-Verkaufsprozess sei zudem die hohe Schuldenlast des Unternehmens. Björgólfsson hatte die Komplettübernahme im Jahr 2007 vor allem durch die Deutsche Bank finanziert, weshalb auf Actavis nun Schulden von rund vier Milliarden Euro lasten.

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