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Schweinegrippe-Impfung

Glaxo wegen Lieferengpass unter Druck

dpa/ APOTHEKE ADHOC, 09. November 2009, 18:23 Uhr

  • Bebrütung im Akkord: GlaxoSmithKline will in seinem Dresdner Imfpstoffwerk mehr Schweinegrippe-Impfstoff herstellen.
Berlin -

Nachdem der Impfstoff gegen die Schweinegrippe in Deutschland vielerorts knapp geworden ist, gerät der Pandemrix-Hersteller GlaxoSmithKline (GSK) unter Druck. Nun will sich auch Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler telefonisch mit GSK wegen des Lieferengpasses in Verbindung setzen. Dies sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) im Anschluss an eine Telefonkonferenz, in der Rösler mit seinen Länderkollegen die Lage beraten hatte.

Sorgen wegen mangelnder Schweinegrippe-Impfstoffmengen versuchte das BMG hingegen zu zerstreuen: „Es war klar, dass der Stoff nicht in einer 50-Millionen-Dosis plötzlich da ist“, so der BMG-Sprecher. „Es war immer klar, dass es zu Wartezeiten kommen würde. Das ist ganz normal.“

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Erwin Lotter warf dem Hersteller dagegen vor, zu wenig Impfstoff gegen Schweinegrippe bereitzustellen. „Die Versorgung muss beschleunigt werden“, sagte der Gesundheitspolitiker und Allgemeinarzt.

Die verschickten Packungen mit jeweils zehn Impfdosen seien nur schwer zu handhaben, da regelmäßig ungenutzte Einheiten verfielen. „Hier ist ein schnelles Handeln der Pharmaindustrie gefordert“, sagte Lotter.

GSK räumte Lieferschwierigkeiten ein: „Derzeit liegen unsere lieferbaren Impfdosen unter der ursprünglich unter Vorbehalt kommunizierten Planungsmenge“, teilte der Hersteller mit. Grund dafür sei, dass sich das Saatvirus zu Beginn der Produktion schwierig vermehren ließ und die Produktion daher umgestellt worden sei.

Zugleich versprach GSK, die Produktion nun zu erhöhen. Ab voraussichtlich Ende November werde die nun bessere Ausbeute auch zu höheren Liefermengen führen. Die Auslieferung der von Deutschland bestellten 50 Millionen Impfstoff-Dosen erfolge sukzessive auf wöchentlicher Basis bis ins erste Quartal 2010 hinein.

Zudem stellte GSK eine neue Studie mit 168 Probanden über 60 Jahren vor. Demnach können die Impfstoffe gegen Schweinegrippe und gegen die saisonale Grippe gleichzeitig in je einen Arm gegeben werden.

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