Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 15. Januar 2009, 12:47 Uhr
Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) will seine Antibiotika-Sparte stärken. Der Hersteller schloss dazu nach eigenen Angaben mit dem Biotechnologieunternehmen Biotica eine Zusammenarbeits- und Lizenzvereinbarung. Sie umfasst die Identifizierung, Entwicklung und Vermarktung von neuartigen Makrolidantibiotika auf Erythromycinbasis. Sie sollen zur Behandlung entzündlicher Erkrankungen eingesetzt werden.
Im Rahmen der dreijährigen Forschungszusammenarbeit soll das Biotech-Unternehmen potenzielle Arzneistoffkandidaten herstellen. GSK übernimmt die Analytik, Entwicklung sowie Vermarktung der Antibiotika. Laut Vertragsbedingungen erhält Biotica eine Eingangs-Barzahlung in nicht bekannter Höhe sowie bis zu 86 Millionen britische Pfund (94 Millionen Euro), wenn definierte Entwicklungs-, Zulassungs- und Kommerzialisierungs-Meilensteine erreicht werden. Zudem soll Biotica am Nettoumsatzerlös der sich ergebenden Medikamente beteiligt werden.
Biotica forscht seit zwölf Jahren an der Entwicklung von biotechnologisch hergestellten Arzneistoffen. Neben den Erythromycin-Makroliden arbeitet das britische Unternehmen an inhalierbaren Formen von Tacrolimus-Analoga für die Asthmatherapie sowie an Cyclophilin-Inhibitoren. In Kooperation mit dem US-Pharmakonzern Wyeth entwickelt Biotica auf Rapamycin basierende mTOR-Inhibitoren.