Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
dpa/APOTHEKE ADHOC, 15. Juli 2010, 11:34 Uhr
Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) stellt sich im zweiten Quartal wegen rechtlicher Auseinandersetzungen um sein umstrittenes Antidiabetikum Avandia (Rosiglitazon) auf eine Milliardenzahlung ein. GSK erwarte nach Vergleichsentscheidungen über die meisten Klagen eine Belastung in Höhe von 1,6 Milliarden Pfund (rund 1,9 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen mit.
Nach dem Bekanntwerden kardiovaskulärer Risiken vor drei Jahren brach der Umsatz mit dem Präparat ein. 2009 lag er mit 924 Millionen Euro nicht einmal mehr bei der Hälfte dessen, was das Medikament zuvor in die Kassen gespült hatte.
Der jetzt veranschlagte Betrag soll nicht nur Zahlungen im Zusammenhang mit Avandia abdecken, sondern auch für ältere rechtliche Auseinandersetzungen um das Antidepressivum Paxil (Paroxetin) verwendet werden sowie für Untersuchungen in einer Fabrik in Puerto Rico, hieß es.