Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Désirée Kietzmann, 10. Februar 2011, 14:59 Uhr
Das Migränetherapeutikum Formigran (Naratriptan) von GlaxoSmithKline (GSK) wird in Kürze seinen Solitärstatus als einziges rezeptfrei erhältliches Triptan verlieren. Der Pharmakonzern Johnson & Johnson (J&J) will im Mai eine OTC-Variante mit dem Wirkstoff Almotriptan auf den Markt bringen.
Das Produkt soll unter dem Namen Dolortriptan eingeführt werden und ist damit an die Marke Dolormin angelehnt. Das Präparat wird zwei Tabletten mit jeweils 12,5 Milligramm Almotriptan enthalten. Zulassungsinhaber und pharmazeutischer Hersteller des Produktes ist der Hersteller Almirall, der mit Almogran das verschreibungspflichtige Originalprodukt auf dem Markt hat. Der Vertrieb liegt in den Händen von J&J. Eine OTC-Variante aus dem Hause Almirall soll es nicht geben.
Almotriptan war bereits 2009 zur Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura teilweise aus der Verschreibungspflicht entlassen worden. Zugelassen wurde eine Zweierpackung mit 12,5 Milligramm pro Tablette. Voraussetzung für die Selbstmedikation ist, wie auch bei Naratriptan, dass ein Arzt die Migräne diagnostiziert hat.