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Großbritannien

Celesio: Monopoly mit MVZ-Apotheken

Patrick Hollstein, 20. November 2009, 20:34 Uhr

  • MVZ im Fokus: Celesio will in Großbritannien Standorte in MVZ sichern.Foto: Elke Hinkelbein
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Berlin -

Die britische Celesio-Tochter Admenta trennt sich von ihrem Standortentwickler für Medizinische Versorgungszentren (MVZ), Sapphire Primary Care Developments. Im Gegenzug steigt der Konzern beim Käufer, dem bisherigen Mitbewerber Ashley House, ein. Einen Teil der Standorte wiederum bekommt ein befreundeter dritter MVZ-Betreiber. Es geht um Gesundheitszentren und Apotheken und um Millionen.

Der Reihe nach: Ashley House zahlt 6,8 Millionen Britische Pfund für Sapphire, umgerechnet rund 7,8 Millionen Euro. Sapphire hatte seit der Gründung vor neun Jahren nach eigenen Angaben 24 MVZ entwickelt und zum Teil nach Fertigstellung verkauft, wobei die Apotheken auch nach Übergabe durch die Celesio-Kette Lloydspharmacy betrieben wurden. In die Ehe mit Ashley bringt Sapphire noch 18 fertige oder geplante Standorte sowie sechs Minderheitsbeteiligungen an öffentlich-privaten Partnerschaften mit dem staatlichen Gesundheitsdienst ein.

Vom Kaufpreis werden aber nur 350.000 Pfund sofort gezahlt. Zwei Millionen Pfund folgen bei Erreichen bestimmter strategischer Ziele; 4,45 Millionen Pfund werden mit Ashley-Aktien verrechnet: Admenta hält künftig 10 Prozent am Unternehmen, das mit mehr als 200 Einrichtungen zuletzt einen Jahresumsatz von 24 Millionen Pfund machte.

Vier Sapphire-MVZ gehen außerdem für 11,8 Millionen Pfund, das sind 13,2 Millionen Euro, an das Unternehmen AH Medical Properties. AH ist der dritte MVZ-Betreiber im Bunde und seinerseits bereits eng verbunden mit Ashley: Die 47 AH-Einrichtungen werden von Ashley betreut; gleichzeitig ist das Unternehmen Minderheitsaktionär bei AH.

Mit dem Verkauf von komplettierten und zurzeit in der Bilanz ausgewiesenen Standorten in Gesundheitszentren will Celesio „gebundenes Kapital in signifikanter Höhe“ freisetzen. Gleichzeitig will Konzernchef Dr. Fritz Oesterle langfristig attraktive Apothekenstandorte in MVZ sichern, denn in den Ashley-Standorten soll künftig Lloydspharmacy eröffnen. Im Gegenzug erhält Ashley dann 25 Prozent an den neuen Apotheken.

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