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Bluefish: Schweden liegt in Indien

Julia Pradel, 24. Januar 2012, 16:10 Uhr

  • Global aktiv: Der schwedische Hersteller Bluefish lässt in Europa und Asien produzieren, gelenkt wird die Produktion von Indien aus.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Mit den Rabattverträgen kommen den Apotheken immer mehr Exoten ins Haus. Einer von ihnen ist der schwedische Generikahersteller Bluefish. Das junge Unternehmen hat eine klare Vision: „Wir wollen für Arzneimittel das sein, was Ikea für Möbel ist.“ Mit der Kombination aus skandinavischem Charme und globalen Finanz- und Lieferstrukturen ist der Hersteller auf dem besten Wege.

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Gegründet wurde Bluefish 2005 von Karl Karlsson, der als Präsident nach wie vor an der Spitze der Firma steht. Der heute 38-Jährige hatte in den USA Marketing und Betriebsökonomie studiert und von 1997 bis 2002 bei der Werbeagentur „RDA Interactive“ gearbeitet. Bluefish war für Karlsson der Einstieg in den Pharmamarkt, den er als eine „aufregende, dynamische, wissensbasierte Branche“ beschreibt.

Um Fuß zu fassen, brauchte Karlsson Geld: Als ersten Investor konnte er den Arzt und Unternehmer Dr. Lars-Göran Kjellin gewinnen, der inzwischen jedoch nicht mehr an dem Unternehmen beteiligt ist. Nach mehreren Kapitalerhöhungen hält Karlsson heute nur noch knapp 17 Prozent der Anteile. Größter Aktionär ist mit 27 Prozent Gerald Engström, Chef des Klimaanlagenherstellers Systemair. Zu den Eigentümern gehören außerdem Bengt Ågerup, Gründer des Biotech-Unternehmens Q-Med, sowie die Investmentfirma Varenne.

Jüngster Neuzugang ist der asiatische Finanzinvestor Whochford Holding. Der Einstieg passt zum Unternehmenskonzept von Bluefish: Die Firma hat zwar ihren Hauptsitz in Stockholm, die Produkte kommen aber von verschiedenen Lohnherstellern aus Europa und Indien – koordiniert wird das Geschäft von der indischen Niederlassung in Bangalore. Dort arbeitet auch die Mehrheit der Bluefish-Angestellten: 51von 75 Mitarbeitern sind in Indien tätig, 16 in der schwedischen Zentrale. Mithilfe der indischen Partner will Bluefish „Qualität zu bezahlbaren Preisen bieten“ können.

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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar

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Community Mitglied 30. Januar 2012, 13:55 Uhr
#1 Ohne Rabattverträge hätte es Blufish

und manche andere nie gegeben. Ein perfides und gefährliches System.
Die immerwährenden Lieferausfälle zeigen deutlich, daß mit 3 Leuten in D und 50 in Indien eben gerade keine konsistente Lieferfähigkeit aufbauen kann.
Der IKEA der AM wird es so jedenfalls nicht werden, dazu braucht es einfach mehr.

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