Randnotiz : Doping mit Ulle
Mutig, mutig: Der Hersteller Dr. Kurt Wolff lässt sein Anti-Haarausfall-Shampoo Alpecin künftig von Jan Ullrich bewerben. Der Ex-Radprofi hat laut dem Handelsblatt einen Dreijahresvertrag... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 04. März 2008, 11:46 Uhr
Die Leverkusener Pharmakonzern Bayer hat einen US-Patentstreit mit dem Generika-Hersteller Barr Laboratories um das orale Kontrazeptivum Yasmin verloren. Ein US-Gericht habe das Patent für das Verhütungsmittel für ungültig erklärt, teilte der Leverkusener Konzern mit. Man halte die Entscheidung für falsch und werde diesbezüglich weitere rechtliche Schritte prüfen, hieß es. Das Unternehmen will seine Patentrechte weiterhin vehement verteidigen.
2007 hatte Bayer in den USA mit Yasmin rund 320 Millionen Euro erlöst. Generische Konkurrenz droht offenbar auch dem Kontrazeptivum Yaz, das im Jahr 2006 von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen und im gleichen Jahr auf den Markt gebracht worden war. Bei Yaz plant neben Barr auch das Pharmaunternehmen Watson eine eigene Version. Bayer hatte gegen Barr und Watson Patentverletzungsklagen eingereicht, da nach Ansicht des Konzerns Exklusivität bis 2009 besteht.
Der Umsatz der oralen Verhütungsmittel Yasmin, Yaz und Yasminelle stieg im vergangenen Jahr währungsbereinigt um 37 Prozentauf mehr als eine Milliarde Euro. Die Yasmin-Produkte, die Bayer mit der Übernahme des Berliner Schering-Konzerns erworben hatte, haben deshalb besondere Bedeutung für das Pharmageschäft des Konzerns.
Nach dem Gerichtsentscheid äußerte sich Bayer zu den Renditeerwartungen seiner Gesundheitssparte im laufenden Jahr deshalb etwas zurückhaltender als bislang.