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Avandia wird teuer für Glaxo

dpa, 22. Juli 2010, 09:24 Uhr

Berlin -

Der Gewinn des größten britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline ist wegen einer Vergleichszahlung in Zusammenhang mit dem umstrittenen Diabetesmittel Avandia eingebrochen. Das Ergebnis pro Aktie vor Restrukturierungskosten fiel im zweiten Quartal um 92 Prozent auf 2,6 Pence. Das operative Ergebnis fiel um 80 Prozent auf 641 Millionen Pfund.

Der britische Pharmariese hat in seinem Zahlenwerk die Rekordbelastungen von 1,57 Milliarden Pfund oder 1,9 Milliarden Euro verbucht. Der Großteil der Kosten betrifft Avandia. Vor einer Woche hatte sich ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde FDA zwar nicht dazu durchringen können, ein Verbot für das umstrittene Diabetesmittel zu empfehlen. Aber die Experten äußerten starke Bedenken gegen das Medikament. Es steht im Ruf, Herzinfarkte zu begünstigen.

Unter dem Strich sank der Gewinn auf 182 Millionen Pfund nach 1,46 Milliarden Pfund im Vorjahresquartal. Beim Umsatz wurde ein Wachstum von 4 Prozent auf 7 Milliarden Pfund ausgewiesen. Während die Schwellenländer prozentual zweistellige Umsatzzuwächse zeigten, brach der Erlös in den USA um 13 Prozent ein.

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