ApBetrO: Scheitern als Strategie
„Mehr Sicherheit für Patienten – weniger Bürokratie für die Apotheke“: Im Bundesgesundheitsministerium (BMG) ist man mit sich und der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) zufrieden. Vom ursprünglich... Mehr
Janina Rauers, 03. September 2010, 10:23 Uhr
Laufen Passagierschiffe, Frachter oder Tanklaster in den Hafen ein, haben auch Apotheker alle Hände voll zu tun: Möglichst schnell müssen Arzneimittel und Verbandsmaterial an Bord überprüft und gegebenenfalls ausgetauscht oder ergänzt werden. Denn die meisten Schiffe liegen nicht lange im Hafen.
Welche Arzneimittel benötigt werden, hängt von der Route, der Anzahl der Passagiere und Besatzungsmitglieder, der Ladung sowie der Herkunft ab. Schiffe unter deutscher Flagge müssen ihre Ausrüstung mindestens einmal jährlich überprüfen lassen. Einige Kapitäne bestellen auch monatlich in ihrer Stammapotheke.
Für deutsche Schiffe gilt die Verordnung über die Krankenfürsorge auf Kauffahrteischiffen sowie die Richtlinien des Arbeitskreises der Küstenländer für Schiffshygiene. Dort sind die benötigten Medikamente und Verbandsstoffe aufgeführt - je mehr Personen an Bord sind, desto umfangreicher sind die Listen.
Nur wenige Apotheken versorgen regelmäßig Schiffe. In Hamburg teilen sich eine Handvoll Pharmazeuten den Markt, hinzu kommen Apotheken in Bremen, Bremerhaven, Emden und Lübeck. Die Branche ist verschwiegen, Informationen zum Geschäft werden sorgfältig gehütet. Beobachtern zufolge konzentrieren sich die Großen auf die Schiffsausrüstung, die öffentliche Apotheke ist eher ein Nebengeschäft.
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