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Baden-Württemberg

AOK testet Industrie-Blister

Janina Rauers, 30. Dezember 2010, 10:47 Uhr

  • Pilotprojekt für Verblisterung: In Baden-Württemberg testen AvidiaMed, AOK sowie Ärzte und Apotheker den MediFalter.Foto: AvidiaMed
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Berlin -

Während das erste Pilotprojekt noch läuft, startet AvidiaMed das nächste Modellvorhaben zur industriellen Verblisterung von Arzneimitteln: Die Tochter des Hamburger Maschinenbaukonzerns Körber will ihr Kartensystem MediFalter zusammen mit der AOK Baden-Württemberg und den Ärzten der Initiative „Gesundes Kinzigtal“ testen.

Das Projekt läuft seit November für etwa 12 Monate. Je 15 Ärzte und Apotheker aus der Region im mittleren Schwarzwald nehmen teil; zurzeit erhalten rund 50 Patienten den MediFalter. Die Apotheker müssen einem Vertrag zwischen dem Landesapothekerverband Baden-Württemberg und der AOK Baden-Württemberg beitreten, um die Kartenblister abgeben zu können. Das Projekt sieht eine Vergütung für die Abgabe vor, über Einzelheiten haben die Projektpartner Stillschweigen vereinbart.

Patienten müssen mindestens drei unterschiedliche Wirkstoffe regelmäßig einnehmen, um am Pilotprojekt teilnehmen können. Der Arzt verordnet den MediFalter, die Apotheken beziehen die Kartenblister über den Großhandel. Über das jeweilige Rechenzentrum der Apotheken wird tablettengenau abgerechnet; eine Gebühr für die Verpackung wird nicht fällig.

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apotheke adhoc Debatte 3 Kommentare

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Community Mitglied 30. Dezember 2010, 14:34 Uhr
Re:

Schlauchblister sind eine weiterentwicklung der obrigen Blister. Trotzdem gibt es auch hier das Problem der Entfremdung der Medikamente. Keine Methode ist vom 100%igen Vorteil, leider. Ich bin immer noch der Meinung das wenn ein Patient seine Medikamente nicht der Therapie entsprechend nehmen kann ist er für mich ein Kandidat für eine Betreuung von Pflegern und oder anderem Personal. Die einzigen Patienten die von Blistern profitieren sind zbsp. Parkinson Patienten, wo eine tägliche Hand-Koordination mit mehren Medikamenten Streifen erschwerend sein kann.

Naja.. Die AOK braucht mal wieder eine Studie um zu dieser Erkenntnis zu kommen, statt einfach zu recherchieren wie es in anderen Ländern läuft.

Community Mitglied 30. Dezember 2010, 13:36 Uhr
Die Meinung eines anderen Kollegen aus Deutschland

Lieber englischer Kollege,
Sie haben nicht ganz Unrecht mit Ihrer Meinung. Für diesen Fall gibt es Schlauchblister.

Community Mitglied 30. Dezember 2010, 12:49 Uhr
Die Meinung eines Klinikapothekers aus England

Ich kenne sie...
Diese depressive Arbeit für Patienten die sich immer mehr von ihrer Medikamenten-Kenntniss entfernen. Sie hat ihren Platz bei einer Handvoll älteren Herschaften die davon profitieren. Doch was passiert wenn nicht horizontal sondern vertikal ausgedrückt wird.... passiert auch lieber Arzt und Apotheker. Schon mal 4 Amiodarone Tabletten die für morgens gedacht sind an einem Tag genommen?!

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