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Humira-Lieferservice

Abbott kündigt Europa Apotheek

Alexander Müller, 06. September 2011, 10:30 Uhr

  • Vorfahrt für Apotheken: Abbott hat den Liefervertrag mit der Europa Apotheek Venlo gekündigt.Foto: APOTHEKE ADHOC
Berlin -

Der Pharmakonzern Abbott hat die Kooperation mit der Europa Apotheek Venlo (EAV) gekündigt. Der Lieferservice der niederländischen Versandapotheke für das hochpreisige Antirheumatikum Humira (Adalimumab) wird eingestellt. Dies bestätigte eine Sprecherin des Konzerns gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Bei der Kooperation konnten sich Patienten ihre Injektionslösungen von der EAV direkt nach Hause liefern lassen. Dafür gab die Versandapotheke eine Gutschrift von 15 Euro für die Zuzahlung oder OTC-Arzneimittel. Der Abbott-Sprecherin zufolge hatten sich rund 350 Patienten für den Lieferservice angemeldet, der Teil des Versorgungsprogramms Abbott Care ist. Die anderen Angebote wie Telefonservice oder die Betreuung durch eine Krankenschwester blieben aber erhalten.

Den Humira-Lieferservice gibt es seit 2006. Die EAV war allerdings erst im August als neuer Partner eingestiegen. Nach nicht einmal sechs Wochen wurde die Kooperation jetzt mit sofortiger Wirkung beendet. Künftig verweist der Hersteller wieder auf die Apotheken vor Ort. Für bereits eingeschriebene Patienten habe man mit der EAV eine Übergangsfrist von einem halben Jahr vereinbart, erklärte die Abbott-Sprecherin. Danach endet die Kooperation endgültig.

Warum der Hersteller seinen Versandpartner in die Wüste schickt, war auf Nachfrage nicht zu erfahren. Möglicherweise wollte Abbott die Apotheken nicht verärgern. „Neben der bestmöglichen Versorgung der Patienten ist dem Unternehmen eine gute Zusammenarbeit mit den Offizin-Apotheken wichtig“, sagte die Sprecherin. Man führe Gespräche mit den Apothekerverbänden über Kooperationsmöglichkeiten mit Apothekern.

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apotheke adhoc Debatte 4 Kommentare

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Community Mitglied 06. September 2011, 16:50 Uhr
..da hat ja mal was funktioniert...

oha...
wir können ja doch Druck ausüben....
feinfein...dann geht auch noch mehr...

Community Mitglied 06. September 2011, 11:52 Uhr
Jetzt erst recht

Abott hat nachgegeben schön.....aber wenn ich den Text richtig lese hat die Firma diese Schweinerei seit 2006 betrieben.. 5 Jahre lang!!!!!! Wer sich jetzt mit denen wieder anden gleichen Tisch setzt ist selber Schuld....

Community Mitglied 06. September 2011, 11:18 Uhr
Eine sehr gute Entscheidung!!

Es waren einige Kollegen, die sich gewehrt haben und ich möchte alle nur dazu ermuntern, sich nicht alles gefallen zu lassen. Offenbar war nicht klar, dass die Apotheken vor Ort auch an schwerkranke Patienten liefern, die nicht mehr aus dem Haus gehen können. Vorteile eines Versenders gibt es nicht. Im Gegenteil, die Beratung und Zuwendung vor Ort ist in der Regel deutlich besser.
Des weiteren hat man nicht damit gerechnet, sich bei den Apotheken so schnell unbeliebt zu machen. Die Kündigung ist ein erster Schritt und dann zeigt sich, wie groß der entstandene Schaden ist.
Ich habe eine Kundin, die abgesprungen ist, insofern ist das Thema für mich nicht erledigt.
Dennoch werde ich nun von weiteren Schritten absehen.

Community Mitglied 06. September 2011, 10:47 Uhr
ein kleiner Erfolg

man scheint doch noch was erreichen zu können.
Hatte heute ein Angebot von Abbott über Grippeimpfstoff per Fax bekommen. Ging mit Kommentar zu obrigem Sachverhalt retour.

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