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Tauschgeschäft mit Impfstoffen

APOTHEKE ADHOC, 08. April 2010, 09:25 Uhr

Berlin -

Im Januar hatte der britische Pharmahersteller GlaxoSmithKline (GSK) Deutschland den Kauf von rund einem Drittel der ursprünglich georderten H1N1-Impfdosen erlassen. Nun hat auch die britische Regierung ein ähnliches Abkommen geschlossen. Allerdings verpflichtet sich das Gesundheitsministerium, GSK andere Produkte abzunehmen.

Rund 35 Millionen Impfdosen, das ist etwa ein Drittel der Gesamtbestellung, können ohne Gebühr storniert werden. Gleichzeitig kauft das Gesundheitsministerium eine unbekannte Menge H5N1-Impfstoff von GSK. Eine Vogelgrippe-Pandemie sei nach wie vor wahrscheinlich, begründete das Ministerium den Schritt. Außerdem sollen die während des H1N1-Ausbruchs verbrauchten Vorräte des Neuraminidasehemmers Relenza (Zanamivir) wieder aufgefüllt werden.

Die verbleibenden H1N1-Impfdosen würden als strategische Reserve aufbewahrt, so das Gesundheitsministerium. Zudem sollen Risikogruppen weiterhin gegen die Schweinegrippe geimpft und 3,8 Millionen Impfdosen an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gespendet werden.

Großbritannien hatte ursprünglich H1N1-Impfstoff für die gesamte Bevölkerung bestellt. Ende Februar wurde bereits der Vertrag mit dem Pharmaunternehmen Baxter gekündigt.

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