Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Benjamin Rohrer, 27. Januar 2011, 18:18 Uhr
Italiens Apotheker müssen mit großen Umsatzeinbußen rechnen. Besonders teure Medikamente sollen in Zukunft direkt vom Hersteller an den Patienten geschickt werden: Die italienische Post und der Verband der Pharmahersteller (Farmindustria) wollen in den kommenden Tagen einen entsprechenden Versorgungsvertrag abschließen. Die Apotheker planen den Aufstand.
Seit 2001 legt der Staat für Originalarzneimittel mit der gleichen Indikation einen Einheitspreis fest. Um die Arzneimittelkosten noch weiter zu senken, sollen diese Medikamente außerdem direkt in der Krankenhausapotheke oder in der lokalen Niederlassung der Krankenkassen abgeholt werden. So wollte die Regierung Großhandels- und Apothekenmargen sparen.
Wenige Wochen nach der Einführung war klar, dass die neue Reglung nicht umsetzbar ist - insbesondere in ländlichen Regionen mussten die Patienten bis zum nächsten Krankenhaus zu weit fahren. Die meisten Regionen beschlossen daher Sonderregelungen: Für eine fixe Servicegebühr (zwischen fünf und sechs Euro pro Packung) dürfen seitdem auch die niedergelassenen Apotheken diese Medikamente abgeben.
„Das ist ein großer Markt“, sagt ein Sprecher des Apothekerverbands. 2009 seien Arzneimittel im Wert von 1,6 Milliarden Euro auf diesem Weg abgerechnet worden. Das entspreche einem Anteil von etwa 9 Prozent.
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apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
MitdiskutierenApotheker aller Länder............
......... was haben wir nur verbrochen, daß "man" auch anderswo so auf uns herumhackt??
Einen aufmunternden herzlichen Gruß an alle betroffenen Kollegen in Italien ! Laßt Euch nicht unterkriegen !! Kämpft für Euren Berufsstand !!!
Versandhandel von Arzneimitteln an Patienten/Endverbraucher KANN nicht gesetzes-konform sein!
Nirgendwo !
Laßt uns gemeinsam in der PGEU dafür streiten. Wie wär's denn, Herr Wolf ?!