Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
Janina Rauers, 13. Januar 2012, 16:28 Uhr
Im Eingangsbereich der Apotheke sind zwei Terminals aufgestellt, an denen der Kunde eine der Servicekategorien Beratung, Rezept oder Abholung auswählen muss. Anschließend erhält er einen Zettel mit einer Nummer. Ein Gong ertönt, wenn ein Kassenplatz mit einem Apothekenmitarbeiter frei geworden ist. Eine zentrale Anzeigetafel weist den Weg zum Mitarbeiter; ergänzend erscheint die Nummer des Patienten am Kassenplatz.
„Seit der Einführung hatten wir keine einzige Diskussion mehr darüber, welcher Kunde als nächster an der Reihe ist“, so Mathà. Die Reaktionen seien nach der Eingewöhnungsphase positiv, lediglich 10 Prozent der rund 400 Patienten pro Tag lehnten das neue System ab. Die Patienten können die Wartezeit beispielsweise nutzen, um im extra erweiterten Sitzbereich kostenlos saisonal wechselnde Teesorten zu probieren. Künftig könnte Mathá zufolge das Nummernticket auch genutzt werden, um gesonderte Aktionen zu bewerben, wie etwa Blutdruckmessungen oder Kosmetikberatungen.
Das neue System, das laut Mathá rund 5000 Euro gekostet hat, stammt von Kampsch, einem österreichischen Unternehmen, das sich auf Informations- und Kommunikationstechnologie spezialisiert hat. Zusammen mit dem Partner-Unternehmen Qmatic werden ähnliche Kundenleitsysteme etwa für Behörden, Krankenkassen und große Möbelgeschäfte angeboten.
apotheke adhoc Debatte 2 Kommentare
Mitdiskutieren#2 hm.... zweischneidiges Schwert
Auf der einen Seite kennt man ähnliches aus den nordischen Ländern.... und es funktioniert dort. Auf der anderen Seite ist es negativ behaftet, wie der vorherige Kommentar schon darstellt.
Ich kann aber auch aus eigener Erfahrung sagen: So oft gibt es keine Streiterei wer zuerst dran ist. Meist nur an stressigen Tagen : Vor Feiertagen!
Mit dieser Nummerngeschichte geht für mich alles persönliche flöten
#1 Wie sinnfrei
ist das denn.
5000 Euro, 10 Prozent der Kundschaft ist unzufrieden und eine Atmosphäre wie auf dem Arbeitsamt.
Kann es sein, dass man Apothekern alles andrehen kann?