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NHS zahlt nicht für Avastin und Glivec

APOTHEKE ADHOC, 25. August 2010, 14:19 Uhr

Berlin -

Das Krebsmedikament Avastin (Bevacizumab) soll auch in Zukunft in Großbritannien zur Behandlung von fortgeschrittenem Darmkrebs nicht erstattet werden. Die zuständige Behörde NICE hat einen neuen Antrag des schweizerischen Pharmaherstellers Roche abgelehnt. Das Arzneimittel sei nicht kosteneffektiv, heißt es.

Der erste Vorschlag von Roche sah vor, die Therapiekosten auf einen fixen Betrag von rund 20.800 britischen Pfund (25.400 Euro) pro Patient und Jahr festzulegen. Nach einer zwölfmonatigen Therapie würde die Behandlung kostenfrei fortgeführt. Außerdem wollte das Unternehmen für die begleitende Oxaliplatin-Behandlung zahlen.

Nachdem das NICE diesen Vorschlag abgelehnt hatte, bot Roche an, vor Therapiebeginn eine Zahlung an den staatlichen Gesundheitsdienst NHS zu entrichten. Für die Gutachter war auch dieses Preismodell zu komplex. Die Verwaltungskosten würden womöglich höher liegen als vom Hersteller kalkuliert, so die Begründung. Innerhalb von drei Wochen kann Stellung zu der Entscheidung genommen werden.

Neben Roche musste auch Novartis einen Rückschlag hinnehmen: Die Erstattung von Glivec (Imatinib) wurde abgelehnt, weil nicht bekannt sei, ob das Arzneimittel die Überlebenschance und die Lebensqualität von Patienten mit gastrointestinalem stromalem Tumor verbessern könne.

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