Schweiz

Nach Zugunglück: Apotheke mit Umsatzeinbruch APOTHEKE ADHOC, 27.03.2017 16:41 Uhr

Berlin - Nach der Entgleisung eines Eurocity-Zugs war der Verkehr im Bahnhof Luzern mehrere Tage unterbrochen. Nicht nur die Pendler waren die Leidtragenden. Auch Geschäfte im Bahnhof Luzern, darunter auch die Benu-Apotheke, waren vom tagelangen Zugausfall betroffen: Ein Teil der riesigen Laufkundschaft bleibt aus.

Kurz nach 1 Uhr in der Nacht auf Montag teilten die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) mit, die Störung im Bahnhof Luzern sei behoben worden. Für die Geschäfte im Bahnhof Luzern heißt es aufatmen und Bilanz ziehen. Nach der Entgleisung eines Eurocity-Zugs am vergangenen Mittwoch war der Verkehr im Bahnhof Luzern mit Ausnahme der Zentralbahn nach Engelberg und Interlaken für knapp fünf Tage unterbrochen.

Am Mittwoch gegen 14 Uhr waren zwei Wagen des Eurocity 158 von Mailand nach Basel bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Luzern aus den Schienen gesprungen. Der vierte Wagen war zur Seite gekippt und hatte den Bahnstrom unterbrochen und den Bahnverkehr lahmgelegt. Die Folge: Tagelang waren alle Gleise menschenleer, die Rolltreppen standen still. Für die Geschäfte, deren Kundschaft in erster Linie die Bahnreisende ausmachen, führte die Unterbrechung zu empfindlichen Umsatzrückgängen. Denn an normalen Werktagen frequentieren etwa 90.000 Pendler den Bahnhof.

In der Benu-Apotheke etwa beträgt der Umsatzverlust bis zu 30 Prozent, wie die Filialleiterin dem Nachrichtenportal „20 Minuten“ sagte. Doch man sieht auch positive Aspekte der plötzlichen Ruhe: „Wir können lange liegengebliebene Arbeiten erledigen, neue Prozesse endlich zum Laufen bringen oder einfach mal innehalten.“ Sie schätzt, dass andere Läden, die noch mehr auf Laufkundschaft angewiesen sind, noch deutlich empfindlichere Einbussen hinnehmen müssen als ihre Apotheke. Benu gehört zu Phoenix.

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