Großhändler dementiert Thiopental-Lieferung APOTHEKE ADHOC, 15.02.2011 09:50 Uhr
Berlin - Der britische Pharmahändler Archimedes Pharma dementiert, das für die Todesstrafe verwendete Narkotikum Thiopental in die USA geliefert zu haben. Das Unternehmen vertreibe das Betäubungsmittel gemäß dem britischen Gesetz über die anerkannte Versorgungskette, heißt es in einer Stellungnahme.
Archimedes verkauft Thiopental nach eigenen Angaben in erster Linie an Krankenhausapotheken im Königreich sowie an andere Großhändler. „Archimedes hat keine Informationen über spezifische Endkäufer oder Benutzer seiner Produkte“, heißt es.
Der österreichische TV-Sender ORF hatte berichtet, dass über Archimedes bereits im vergangenen Herbst 525 Gramm Thiopental in die USA geliefert worden waren. Eine US-amerikanische Anwaltskanzlei hatte daraufhin die US-Arzneimittelbehörde (FDA) verklagt, weil diese den Import des Narkotikums erlaubt hatte.
Die FDA will sich derzeit nicht zu dem Thema äußern. Da es sich um ein laufendes Verfahren handele, möchte die Behörde keinen Kommentar abgeben, hieß es auf Nachfrage.
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