Apotheker im nationalen Streik Benjamin Rohrer, 26.07.2012 15:16 Uhr
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Apotheker auf der Straße: Weil in ganz Italien Pharmazeuten gegen die Liberalisierungs- und Spargesetze demonstrierten, blieben die Apotheken heute geschlossen.Federfarma
Berlin - In ganz Italien bleiben heute die Apotheken geschlossen. Als Reaktion auf das jüngste Sparpaket und das Liberalisierungsgesetz der Regierung haben die Pharmazeuten unterschiedliche Protestaktionen veranstaltet: Sitzstreiks auf öffentlichen Plätzen, tausende Flyer, Demonstrationen und Kundgebungen. Dabei kam aus dem Parlament heute eine gute Nachricht: Die Abgeordneten wollen Teile der im Gesundheitsbereich verabschiedeten Sparmaßnahmen nicht mittragen.
Die Pharmazeuten protestieren gegen das Gesetz mit dem Namen „Spending Review“: Demnach wurde der prozentuale Abschlag, den die Apotheker den regionalen Gesundheitsdiensten gewähren, von derzeit 1,82 Prozent auf 3,65 Prozent verdoppelt. Zudem dürfen die Gesundheitsdienste künftig weniger für Arzneimittel ausgeben.
Weil die Regierung um Ministerpräsident Mario Monti das Paket als Notdekret verabschiedet hat, ist es sofort gültig. Kurz nach der Verabschiedung hatte der Apothekerverband bereits eine Demonstration vor dem Regierungspalast veranstaltet.
Insbesondere in den Hauptstädten der Regionen soll es zu Protestaktionen der Apotheker gekommen sein: Von den Kammern und Verbänden gedruckte Flyer wurden auf den Piazze an Bürger verteilt. Aus Genua wurde von einem Demonstrationszug durch das Stadtzentrum berichtet. In der Stadt Trieste sollen die Apotheker einen Sitzstreik vor dem Verbandsgebäude abhalten und ihre eigenen Funktionäre zur Rede gestellt haben.
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#1es geht!
Nur haben wir Deutschen wohl nicht den Mumm dazu.