Apotheker fordern Finanzspritze für Krankenkasse dpa, 11.06.2012 19:32 Uhr
Berlin - Die medizinische Versorgung in Griechenland leidet immer stärker an der Schuldenkrise. Nachdem Krankenhäuser wegen Materialmangels teilweise keine Operationen mehr durchführen können, fordern auch die Apotheker des Landes finanzielle Unterstützung – und zwar für die Krankenkasse. In einem Brief wandten sich die Pharmazeuten an den Chef der EU-Task Force für Griechenland, den deutschen Finanzexperten Horst Reichenbach, und baten dringend um Hilfe.
„Es ist mehr als dringend notwendig, dass die Krankenkasse EOPYY mit 1,5 Milliarden Euro unterstützt wird. Das Gesundheitssystem bricht zusammen“, warnen die Apothekerverbände in dem Schreiben. Die 45-köpfige Task Force unterstützt den griechischen Staat beim Aufbau einer funktionierenden Verwaltung.
In Griechenland sind die Staatskassen fast leer. Eine handlungsfähige Regierung gibt es seit der Parlamentswahl im Mai nicht. Deshalb wird am 17. Juni erneut gewählt.
Lesen Sie auch
- Finanzkrise Griechen müssen OP-Material mitbringen»
- Griechenland Medikamente nur gegen Barzahlung»
- Finanzkrise Pharma-Notfallplan für Griechenland»
Neuere Artikel zum Thema
Eurokrise
EFPIA: Keine Reimporte aus Krisenländern»
Griechenland
Apothekerin: Ich fürchte um mein Leben»
Griechenland
Regierung soll für Apotheker bürgen»
- Griechenland Rentner stürmen Gesundheitsministerium»
Griechenland
Apotheker brauchen 1,5 Milliarden Euro»
- Griechenland Ärzte streiken gegen 1000 Euro»
APOTHEKE ADHOC Debatte