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Magere Zeiten für Reimporteure

Janina Rauers, 29. Januar 2010, 11:43 Uhr

Berlin -

Das schwache britische Pfund setzt die Reimporteure in Großbritannien unter Druck. In den vergangenen zwei Jahren hat sich das Königreich vom Import- zum Exportmarkt gewandelt. Mit schwerwiegenden Folgen für die Parallelhändler: Ihr Geschäft ist dramatisch eingebrochen. Die Branche reagiert mit Einsparungen und Entlassungen - und hofft auf bessere Zeiten.

„Wir kämpfen ums Überleben“, sagte Richard Freudenberg, Chef des Verbands der Parallelimporteure, gegenüber APOTHEKE ADHOC. Noch 2007 habe das Umsatzvolumen monatlich rund 100 Millionen Pfund betragen, nun sei es auf 50 Millionen Pfund geschrumpft. Offizielle Zahlen, wie viele Mitarbeiter die 14 Parallelimporteure inzwischen entlassen haben, gibt es nicht.

Zwar könnten sich für die Parallelhändler im kontingentierten Markt theoretisch neue Chancen ergeben: Als der Pharmakonzern Pfizer vor drei Jahren begann, seine Produkte nur noch durch einen bestimmten Großhändler ausliefern zu lassen, war die Nachfrage nach Importen tatsächlich gestiegen. Doch seit die Hersteller auch in Ländern wie Griechenland oder Spanien die Zügel angezogen haben, ist der Einkauf dort erheblich schwieriger geworden. Das schwache Pfund tut sein Übriges.

Vom Import auf den Export umzusatteln, sei auch keine Lösung, heißt es in der Branche. Durch die Maßnahmen der Hersteller sind die Einkaufmöglichkeiten laut Freudenberg eingeschränkt; es sei schwierig, überhaupt ausreichende Mengen zu beschaffen.

So haben sich die Parallelimporteure nach Angaben des Verbandschefs auf eine Durststrecke eingestellt, die zumindest bis Ende des Jahres dauern dürfte. Die Unternehmer hoffen, dass dann mit der britischen Wirtschaft das Pfund - und damit auch der Import - wieder zulegen werden. Nach der Krise in den späten 1990er Jahren habe es schließlich auch einen schnellen Aufschwung gegeben.

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