Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 23. Januar 2012, 15:19 Uhr
Während die Zulassungsbehörde FDA für die Arzneimittelsicherheit zuständig ist, versucht die DEA mit einem Quotensystem den Medikamentenmissbrauch zu verhindern: Pro Wirkstoff dürfen nur bestimmte Mengen ausgeliefert werden. Damit bleibt es allerdings den Unternehmen überlassen, ob sie die Quote mit Original oder Generikum ausschöpfen.
In einem Brief an Novartis fragt der Demokrat Henry Waxman, Oppositionsführer im Handels-Ausschuss, nach den Gründen für die Engpässe bei den Ritalin-Generika der Tochter Sandoz. Konzernchef Joseph Jimenez soll bis Ende Januar Auskunft über die Menge der seit 2007 ausgelieferten Methylphenidat-Präparate geben und dabei zwischen Ritalin und Generika differenzieren.
Der Politiker verlangt außerdem Informationen über die jeweiligen Abverkaufspreise und über die Zahlungen des staatlichen Versicherungsprogramms Medicaid. Außerdem soll Novartis Kopien aller Dokumente aushändigen, die mit den Quoten in Zusammenhang stehen.
Der britische Hersteller Shire hat ebenfalls Post aus dem Repräsentantenhaus bekommen, der Konzern soll ebenfalls Auskunft über die Produktion seines ADHS-Präparats Adderall XR (Dextroamphetamin) und des entsprechenden Generikums geben. In einem dritten Brief wird die DEA aufgefordert, die Berechnung der Quoten zu erklären und darzulegen, inwiefern Auswirkungen auf Lieferengpässe berücksichtigt werden und welche Verbesserungen geplant sind.