Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 30. Dezember 2011, 15:41 Uhr
Patienten in Schweden sind es seit jeher gewohnt, in der Apotheke lange warten zu müssen. DocMorris will daher besonders schnell sein: Dauert es länger als fünf Minuten, bis ein Kunde bedient wird, oder muss er noch einmal wiederkommen, weil sein Medikament nicht vorrätig ist, erhält er einen Gutschein in Höhe von 50 Kronen (knapp 6 Euro). Die schwedische Gesundheitsbehörde will die Abgabe der Coupons unterbinden, denn aus ihrer Sicht handelt es sich um Rx-Boni.
Wie die schwedische Tageszeitung Svenska Dagbladet berichtet, wurde DocMorris die Gutscheinvergabe daher unter Androhung von Geldstrafe untersagt. Bei der Celesio-Tochter kann man das Vorgehen nicht verstehen: Kunden erhielten die Gutscheine nicht für besonders häufige oder kostspielige Einkäufe, sondern entschädige sie für schlechte Serviceleistungen in den Filialen. Insofern sei das Verbot ein Eigentor: Auf der einen Seite fordere die Behörde einen besseren Service, auf der anderen Seite würden Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels jedoch nicht unterstützt.
Die Behörde hatte bereits anderen Ketten wie ICA oder KD die Ausgabe von Gutscheinen mit der Begründung untersagt, dass die ländliche Bevölkerung benachteiligt werde.
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
Mitdiskutieren#1 Wie wäre es mit mehr Personal ?
Damit wäre die Serviceleistung wirklich verbessert, während Gutscheine doch nur einen Ablaßhandel darstellen.