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Hormonbelastung in Babymilch

dpa, 11. August 2010, 11:47 Uhr

Berlin -

In China wurde bei mehreren weiblichen Babys ein unnatürliches Brustwachstum festgestellt. Möglicherweise hängt dies mit einer Babymilch des Unternehmens Synutra International zusammen. Die Milch enthielt Wachstumshormone, die den Säuglingen eventuell geschadet haben könnten. Gegen den Hersteller wird nun ermittelt.

Bis dato sind vier Fälle von abnormem Brustwachstum festgestellt worden. In allen vier Fällen wurde eine erhöhte Konzentration der Hormone Estradiol und Prolaktin im Blut gefunden - alle vier Babys waren mit Synutra-Milch ernährt worden.

Schon vor zwei Jahren waren in China diverse Produkte entdeckt worden, die mit giftigem Melamin belastet waren. Während eines Gerichtsprozesses kam heraus, dass man der Milch den Stoff beimischte um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Nachdem es mehr als 300.000 Folgeerkrankungen gab, wurden 20 Verantwortliche angeklagt. Zwei Angeklagte wurden sogar hingerichtet.

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