Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 15. Februar 2012, 18:00 Uhr
In den USA sind Plagiate des Chemotherapeutikums Avastin (Bevacizumab) im Umlauf. Bislang wurden in 19 Arztpraxen gefälschte Ampullen zu 16 Milliliter entdeckt. Der Wirkstoff Bevacizumab konnte in diesen Präparaten nicht nachgewiesen werden. Die Arzneimittelbehörde FDA hat deswegen eine offizielle Warnung herausgegeben: Avastin-haltige Produkte sollen nicht mehr von dem Zwischenhändler Quality Specialty Products (QSP) bezogen werden.
Das Originalpräparat des Pharmakonzerns Roche wird in den USA ausschließlich von der Roche-Tochter Genentech hergestellt. Im Gegensatz zum Original seien die Fälschungen mit einem Roche-Logo auf der Verpackung und auf den Ampullen versehen, so die FDA.
In den USA ist das Chemotherapeutikum bei Nierenzellkarzinom, Gehirntumoren und Kolonkarzinomen zugelassen. Für Brustkrebs hatte die FDA die Indikation jedoch im November wieder gestrichen. In Deutschland kann das Präparat außerdem bei Ovarial- und Bronchialkarzinomen eingesetzt werden.