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Arzneimittelfälschungen

Blei in Schlankheitsmitteln

APOTHEKE ADHOC, 30. März 2009, 17:05 Uhr

  • Gefährlicher Inhalt: Die von Swissmedic untersuchten "pflanzlichen" Schlankheitsmittel enthielten synthetische Wirkstoffe und Schmermetallverunreinigungen.
Berlin -

Mehr als die Hälfte der in letzter Zeit in der Schweiz beschlagnahmten Importe von pflanzlichen Schlankheitsmitteln enthielten nicht deklarierte synthetische Inhaltsstoffe. Auch Verunreinigungen mit Schwermetallen wurden bei einer Untersuchung der schweizerischen Arzneimittelaufsicht entdeckt. Die Produkte seien als potentiell gefährliche Arzneimittelfälschungen zu klassieren. Die Behörde hatte 13 Muster von zehn verschiedenen Präparaten untersucht.

Insgesamt wurden in acht „pflanzlichen“ Schlankheitsmitteln synthetische Wirkstoffe nachgewiesen: Ein Präparat enthielt das umstrittene Abführmittel Phenolphthalein, in drei Produkten war das appetithemmende Antidepressivum Sibutramin enthalten. In weiteren drei Produkten fanden die Analytiker eine Kombination der beiden Stoffe. Ein Muster enthielt 21,5 Milligramm Sibutramin - 43 Prozent mehr Wirkstoff als die täglich empfohlene Maximaldosis. In einem weiteren Muster wurde Coffein nachwiesen.

Ein Produkt namens „Reducing weight easily“ überschritt der Behörde zufolge sowohl den Grenzwert für Blei als auch für Quecksilber um ein Vielfaches. Dieses Muster enthielt in derselben Schachtel jeweils Blister mit dunkelgrünen Kapseln als auch Blister mit gelb-rosafarbenen Kapseln.

Die Behörde warnt angesichts der Ergebnisse vor Schlankheitsmitteln aus dem asiatischen Raum sowie erneut vor der Bestellung von Arzneimitteln aus dem Internet im Allgemeinen. Die Produkte könnten die Gesundheit gefährden, so Swissmedic.

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