Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 17. Februar 2011, 11:15 Uhr
Apotheker in Irland dürfen ab sofort Notfall-Kontrazeptiva auch ohne Rezept abgeben. Nachdem die Apothekenkette Boots bereits seit vergangenem Jahr die „Pille danach“ in Eigenregie abgeben darf, wollten die selbstständigen Apotheker nachziehen. Die irische Arzneimittelbehörde hat ihnen nun eine Freigabe für das Medikament Norlevo (Levonorgestrel) gegeben. Der Freigabe der „Pille danach“ könnten weitere folgen.
Medienberichten zufolge sollen bereits die ersten Apotheken das Kontrazeptivum für rund 10 Euro anbieten. Da die Apotheker von der Arzneimittelbehörde vor der Abgabe zu einer ausführlichen Beratung über Risiken und Nebenwirkungen verpflichtet sind, können sie zudem eine Beratungsgebühr verlangen. Diese liege in den bereits dispensierenden Apotheken bei etwa 35 Euro.
Mit Verweis auf andere Länder fordern Irlands Apotheker jetzt, auch andere Arzneimittel frei abgeben zu dürfen. Der Apothekerverband hat eine Liste mit Wirkstoffen erstellt, unter anderem den Antibiotika Chloramphenicol und Trimethroprim, Statinen sowie den Antimykotika Terbinafin und Griseofulvin.
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
MitdiskutierenBeratungsgebühr 35 €
Na, sieh´ einer an eine Beratungsgebühr von 35 Euro, wäre doch mal eine Anregung an den DAV etc. so etwas in Deutschland durchzusetzen, aber am Ende der Verhandlungen bekommt ein deutscher Apotheker wahrscheinlich 37 cent und muß 7 Seiten Formulare ausfüllen, die Abgabe dokumentieren und vorab auf ein 2tägiges Seminar für 950 Euro.