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Österreich

Apotheker warten auf Ärzte

Janina Rauers, 01. April 2011, 14:33 Uhr

  • Datenbank für Medikamente: Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des österreichischen Seniorenbundes, trägt sich für die e-Medikation ein.Foto: APA-Fotoservice/Thomas Preiss
Berlin -

Heute ist das Pilotprojekt e-Medikation in ausgewählten Regionen Österreichs gestartet. Mit der elektronischen Medikamentenerfassung sollen Wechselwirkungen und Mehrfachverordnungen vermieden werden. Nicht überall funktioniert der Start allerdings so reibungslos wie von der Politik angekündigt: In Tirol beispielsweise können Apotheken den Service noch nicht anbieten.

Bis auf eine Ausnahme sollen zwar alle zwölf teilnehmenden Tiroler Apotheken mit der Software ausgestattet sein. Bis Patienten ihre Medikation eintragen lassen können, werden aber noch einige Wochen vergehen, schätzt Martin Hochstöger, Präsident der Tiroler Apothekerkammer. Bei den Ärzten werde das System derzeit noch installiert. Zudem müsse das Personal geschult werden.

Grundsätzlich befürworte er die e-Medikation, betont Hochstöger. Doch die Politik habe den 1. April voreilig als bundesweiten Starttermin angekündigt. Die Verzögerungen hätten offen kommuniziert werden müssen, so der Kammerpräsident. „Sonst läuft man Gefahr, dass das Projekt zum Aprilscherz verkommt.“ Erste Patienten hätten in seiner Apotheke schon nach der e-Medikation gefragt.

Bis Ende April sollten alle teilnehmenden Ärzte und Apotheker mit der nötigen Software ausgestattet sein, teilt die österreichische Sozialversicherung, die das Projekt leitet, mit. Krankenhäuser würden später an das System angeschlossen. Bereits heute könnten teilnehmende Apotheken interessierte Patienten für die e-Medikation anmelden.

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