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Konditionen

Zusatzeinkünfte für Großhändler

Alexander Müller, 01. Februar 2012, 15:50 Uhr

  • Gebühren und Lieferpauschalen: Verschiedene Dienstleistungen kosten bei den Großhändlern extra.Foto: Elke Hinkelbein
Berlin -

Die Großhändler haben mit dem AMNOG bekommen was sie wollten: eine packungsbezogene Pauschale in ihrem Honorar. Eigentlich sollte dies kostendeckend sein, doch die Regierung hatte den Betrag noch gedrückt. Nach eigenen Angaben kommen die Großhändler mit ihrer gesetzlichen Marge kaum aus. In den Konditionenvereinbarungen finden sich daher fast immer auch Gebühren und Lieferpauschalen. Sie dienen als Disziplinierungsmaßnahme für allzu bequeme Apotheken. Sie sind aber auch Einnahmen, die über die gesetzliche Vergütung hinausgehen. Bei manchen Posten stellt sich die Frage, was eigentlich zu den origininären Aufgaben eines Pharmagroßhändlers zählt.

Insbesondere bei den Touren ziehen die Großhändler die Zügel an: Phoenix und Anzag etwa bieten standardmäßig nur noch eine Tages- und Nachtlieferung an. Wer seine Kunden und Patienten schneller versorgen möchte, zahlt zwischen 2 und 5 Euro pro Tour. Diese allgemeinen Vorgaben sind natürlich Verhandlungssache.

Ein zweifelhafter Sonderposten ist die Beteiligung der Apotheken an den Energiekosten. Denn das Ausfahren der Arzneimittel ist eigentlich keine extra zu vergütende Leistung eines Pharmagroßhändlers. Trotzdem beteiligen praktisch alle Großhändler die Apotheken an den Spritkosten.

Die Pauschalen heißen immer ein bisschen anders, gleichen sich aber in ihrer Ausgestaltung und Höhe. Bei der Sanacorp sind 95 Cent pro Tour vorgesehen. Gehe verlangt seit August eine Lieferpauschale von 98 Cent, Phoenix lässt sich offenbar ohne großen Widerstand von 1,78 Euro ebenfalls auf diesen Wert herunter handeln. Bei der Anzag stehen 2 Euro pro Tour als Energiekosten in den Blankoverträgen.

Gebühren gibt es zudem – je nach Großhändler – für Dispoaufträge, kleine Bestellungen, Lieferungen von Kühlware, Impfstoffen, Zytostatika oder BTM, phonetische Bestellzeilen sowie Retouren. Alle Sonderposten erfüllen neben dem Steuerungseffekt einen weiteren Zweck: Sie schaffen den Großhändlern Luft bei den Rx-Rabatten – und die spielen in den Verhandlungen immer noch die erste Geige.

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apotheke adhoc Debatte 7 Kommentare

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Community Mitglied 03. Februar 2012, 09:52 Uhr
#7 @ 1 und 5 volle Zustimmung

Ich als Pharma Privat Kunde reibe mir auch über die "Vertrags-/ Konditionsblätter" der "Großen" verwundert die Augen. Soetwas gibt laut meinem Erkenntnisstand bei Pharma Privat nicht. Meine Rechnungen waren und sind immer auf den letzten Cent nachvollziehbar.

Warum zu PPL und Vedono wechseln ? Eigentlich ist fast immer ein PharmaPrivat Großhandel in der Nähe ! Und wem die Lieferung per Nachttour reicht, würde ich im Zweifelsfall zum vollsortierten GH raten.

Community Mitglied 02. Februar 2012, 14:19 Uhr
#6 Herr Baumann-richtig so!

Sehr geehrter Herr Baumann, Sie sprechen mir direkt aus dem Herzen. Ich dachte schon, ich bin die Einzelkämpferin vom Dienst, da ich die GH genau so abstrafe wie Sie: UNd liebe Kollegen es klappt ! Wir bestellen auch bei kleineren Anbietern und Direkt, ohne große Mehrbelastung. Und wie Herr Baumann schon sagte, es gibt auch Sammelrechnungen, die man sofort nachvollziehen kann- nicht wie bei dem GH mit den blauen Kisten.....Ich möchte noch etwas weiter gehen- liebe Kollegen und Kolleginnen- setzen Sie Ihre verbliebene Kraft in die Neustrukturierung Ihres Bestellverhaltens ein. Stimmen Sie mit den Füßen ab und gehen eigene Wege. Nehmen Sie den Globalplayern wie Phönix-Benu-Gehe Celesio das Spielgeld für gesamtweltliche Kapriolen weg. So sichern Sie Ihr Überleben und nemen den GH die Möglichkeit, IHre Apotheke als Kettenapotheke zu übernehmen. Nach Jahren der Veräppelung wehre ich mich mit legalen Mitteln.

Community Mitglied 02. Februar 2012, 11:30 Uhr
#5 Umfallen... etc

Umfallen... Lohnt sich nicht. die Dividende hat man vorher schon durch Rabattverzicht zig fach selbst bezahlt.

Pharmaprivat... muss mehr Marktanteile gewinnen, damit ein Gegengewicht zu den großen 5 entsteht.

Die Stirn bieten..., Frage: Wie kollegial sind Sie denn selbst, damit die Kollegenschaft nicht versucht Ihnen das Wasser abzugraben?
Mein Vorschlag: Der neu belebte Apothekerstammtisch als konspirative Versammlung.
Warum setzen sich in einer Stadt mit bis zu 20 Apotheken die Apothekenfamilien nicht zusammen und regeln die pharmazeutischen Verantwortungsbereiche gemeinsam?
Kartellrecht hin oder her, wir sollen ja Effizientreserven heben, also sollte mehr Mut zum kooperativen Handeln da sein. Dann bekommen wir auch den Großhandel in den Griff.
Was meinen Sie , was das für ein Schock ist, wenn Gruppierungen wie z.B. MIDAS den Großhändler wechseln.
Und die Preisgestaltung in der Apotheke ist eh ohne Selbstbewusstsein, solange die Apotheke planlos bezüglich ihres eigenen Images ist.
Paracetamol für 99 oder sogar 70 Cent ist einfaltslos und hat mit Preissensibilität nichts zu tun.

Community Mitglied 02. Februar 2012, 09:24 Uhr
#4 Herr baumann

ich bitte um kontaktdaten. das ist interessant.
email: apowatch@googlemail.com

Community Mitglied 01. Februar 2012, 23:55 Uhr
#3 Den Großen die Stirn bieten...

Warum muß der Schnuller der Sorte x in 2 Stunden da sein? Warum muß das Dauermedikament vom Vormittag schon mittags auf dem Tisch liegen, um es erst in 3 Tagen abzuholen? Das Ganze belohnen wir dann noch mit Umschau und Proben und Ramschpreisen. Für diesen Schwachsinn gibt es keine Erklärung. Liebe Kollegen, weisen wir unsere PTAs doch endlich mal an, dass wir uns auf max. 1 Tages- und Nachtour konzentrieren,wenn überhaupt, und den Direkthandel ausbauen! Wir haben im Januar 87 % unserer Ware n i c h t über den regulären GH bezogen! Gebühren gespart und wenigstens Mini-Rabatte durch Direktbezug bekommen. Das ist wahr! Es macht auch nicht mehr Arbeit, die Lieferung per Transoflex hintereinanderweg auszupacken als unendwegt GH-Kisten anrollen zu lassen. Im Gegeteil, es ist massiv wirtschaftlicher! Ware auch z.B. beim Versandgroßhandel Vedono, PPL o.ä.bis 15 Uhr bestellt, ist nächsten Vormittag ohne Gebühren m i t nachrechenbarer (!!!) Rechnung im Haus. Und besser schlafen kann man dann auch noch, weil man ein gutes Gefühl bei der Rechnung hat. Lassen Sie Ihre Handverkäufer einfach ab sofort vorn fragen: " Reicht die Lieferung zu morgen Vormittag?" Fast alle Kunden stimmen zu. Sie werden erstaunt sein. Nebenbei haben wir zig Konkurrenzapotheken vor Ort ! Es geht. Der Kunde bestellt doch auch im Textil-Versandhandel Sommersanfang und bekommt das Sommershirt manchmal erst 6 Wochen später. Daran ist der Kunde gewöhnt. Einfach mal probieren und die GHs werden schon wieder auf den Boden der Realität zurückkommen. Ach so liebe GHs, wenn dies hier gelesen wird, nehmt einfach unsere Pappe mit und verkauft sie, das bringt auch was und hilft vielleicht, im Ausland weiter zuzukaufen....

Community Mitglied 01. Februar 2012, 23:54 Uhr
#2 Den Großen die Stirn bieten...

Warum muß der Schnuller der Sorte x in 2 Stunden da sein? Warum muß das Dauermedikament vom Vormittag schon mittags auf dem Tisch liegen, um es erst in 3 Tagen abzuholen? Das Ganze belohnen wir dann noch mit Umschau und Proben und Ramschpreisen. Für diesen Schwachsinn gibt es keine Erklärung. Liebe Kollegen, weisen wir unsere PTAs doch endlich mal an, dass wir uns auf max. 1 Tages- und Nachtour konzentrieren,wenn überhaupt, und den Direkthandel ausbauen! Wir haben im Januar 87 % unserer Ware n i c h t über den regulären GH bezogen! Gebühren gespart und wenigstens Mini-Rabatte durch Direktbezug bekommen. Das ist wahr! Es macht auch nicht mehr Arbeit, die Lieferung per Transoflex hintereinanderweg auszupacken als unendwegt GH-Kisten anrollen zu lassen. Im Gegeteil, es ist massiv wirtschaftlicher! Ware auch z.B. beim Versandgroßhandel Vedono, PPL o.ä.bis 15 Uhr bestellt, ist nächsten Vormittag ohne Gebühren m i t nachrechenbarer (!!!) Rechnung im Haus. Und besser schlafen kann man dann auch noch, weil man ein gutes Gefühl bei der Rechnung hat. Lassen Sie Ihre Handverkäufer einfach ab sofort vorn fragen: " Reicht die Lieferung zu morgen Vormittag?" Fast alle Kunden stimmen zu. Sie werden erstaunt sein. Nebenbei haben wir zig Konkurrenzapotheken vor Ort ! Es geht. Der Kunde bestellt doch auch im Textil-Versandhandel Sommersanfang und bekommt das Sommershirt manchmal erst 6 Wochen später. Daran ist der Kunde gewöhnt. Einfach mal probieren und die GHs werden schon wieder auf den Boden der Realität zurückkommen. Ach so liebe GHs, wenn dies hier gelesen wird, nehmt einfach unsere Pappe mit und verkauft sie, das bringt auch was und hilft vielleicht, im Ausland weiter zuzukaufen....

Community Mitglied 01. Februar 2012, 16:52 Uhr
#1 Warum praktisch alle Großhändler ?

also mein GH von PharmaPrivat hat das nicht gemacht (es gibt also eher 6 Große) oder sind 8-10% Marktanteil nicht relevant ? Wieviel haben denn die anderen Ph 25% ? Anzag,Noweda,Sanacorp,Gehe alle ca. 10-15% ?

Also mir hat mein PharmaPrivat Außendienst keinen solchen Gehe, Phönix, Anzag - Standard-Ausschluß- Vertrag unter die Nase gehalten.
Mein Nichtmehrlange 2.Lieferant aber schon !!

Mag sein das mich mein PharmaPrivat-GH schon kennt und weiß wie ich auf soetwas reagieren würde, aber ich würde jedem Kollegen raten das selber einmal auszuprobieren. Denn wenn die letzten privaten verschwinden, dann können die 5 Großen Oligarchen soetwas bequem durchdrücken.
Man darf halt dann nicht nach einem halben Jahr nicht wieder umfallen, wenn die Aktionäre wieder mehr Umsatz verlangen und die 5 großen alle wieder únrealistische % mehr bieten.

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