Der Wahn des Großkunden
Es ist das Mantra des Großkunden: Die Krankenkassen wollen ihren alten Apothekenabschlag von 2,30 Euro zurück. Mit dieser Maximalforderung geht der GKV-Spitzenverband in jede politische Debatte. Neu... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 14. April 2011, 09:14 Uhr
Immer mehr Heime wollen die Arzneimittel für ihre Bewohner nicht mehr selbst stellen und übertragen diese Aufgabe den Apotheken. Nehmen diese den Auftrag an, steigen die Kosten. Noch ist nicht einheitlich geregelt, wer für die zusätzlichen Ausgaben aufkommt. Bei einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC sehen die Mehrheit der Teilnehmer Heime oder Krankenkassen in der Pflicht.
42 Prozent der Teilnehmer finden, dass die Pflegeheime das Verblistern bezahlen sollen. Beinahe ebenso viele (40 Prozent) stimmten für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Rund 6 Prozent würden die Patienten zur Kasse bitten, 4 Prozent die Apotheken beziehungsweise die Hersteller. 2 Prozent trauten sich keine Meinung zu. An der Umfrage nahmen am 12 und 13. April insgesamt 630 Nutzerinnen und Nutzer teil.
apotheke adhoc Debatte 1 Kommentar
MitdiskutierenVerblisterung bei Heimbelieferung
Letzlich sollte derjenige, der den größten Gewinn aus der Verblisterung hat, die Kosten tragen - und das sind allein die Heime, die dadurch enorme Gehaltskosten einsparen.
Die Träger der Einrichtungen stoßen sich an der Dienstleistung der Apotheken gesund - bezahlen dabei auch noch ihre Angestellten mies. Auch die Ärzte im Umfeld meiner Apotheke sind von der Verblisterung nicht gerade begeistert, da es bei Akutänderungen der
Medikation schwierig wird und es zu erhöhten Kosten kommt. Und alte Menschen benötigen sehr häufig eine
individuelle Anpassung bei Arzneimitteln. Den Krankenkassen ist es egal ob verblistert wird oder nicht. Hauptsache , die Kosten sind nicht so hoch.