Randnotiz: Schlecker, das sind wir!
Leere Regale, leere Märkte, leere Kassen. Die insolvente Drogeriekette Schlecker stemmt sich gegen den Zusammenbruch und versucht, mit einer medialen Charme-Offensive verloren gegangene Kunden... Mehr
APOTHEKE ADHOC, 25. Januar 2012, 13:45 Uhr
Zuletzt hatten die Apotheker auf ein Einlenken der Kasse gehofft, als die Rezeptprüffirma Protaxplus eine Vollabsetzung zurückgenommen hatte. Gegen die Retaxation wegen eines vermeintlichen Formfehlers auf dem BTM-Rezept hatte der Apotheker Widerspruch eingelegt. Doch der Erfolg ist vorerst ein Einzelfall.
Rund 60.000 BTM-Rezepte wurden anfänglich von Protaxplus im Auftrag der Novitas BKK unter die Lupe genommen. Bei mehr als der Hälfte war der Kasse zufolge nichts zu beanstanden. Doch in den anderen Fällen verweigert die Novitas BKK die Erstattung. Die Kasse will erst nach einer internen Auswertung bekannt geben, wie viele Rezepte tatsächlich retaxiert wurden und um welche Summen es insgesamt geht. Im November hatte die Novitas BKK bekannt gegeben, keine BTM-Rezepte aus dem letzten Quartal zu überprüfen.
Möglicherweise war dies auch eine Reaktion auf den wachsenden öffentlichen Druck: Andere Krankenkassen gehen auf Distanz, Politiker verschiedener Couleur fordern ein Ende der Retax-Welle, die Amtsapotheker werfen der Protaxplus Geschäftemacherei vor. Die Gesundheitsexperten der Union haben das Thema sogar in ihrem Eckpunktepapier zur AMG-Novelle aufgegriffen.
apotheke adhoc Debatte 4 Kommentare
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#3 Was soll der Verband denn machen?
Der Verband kann in Verhandlungen mit den KK versuchen, ich sage versuchen, da die andere Seite zustimmen muß, dieses Ärgernis zu beseitigen. Der Einzelne kann, nein er muß sich mit allen juristischen Mitteln, wehren. Nur die einzelne Apotheke ist klageberechtigt. Das kann zwar dauern, ist aber unumgänglich. Falls die KK die Orginalrezepte nicht herausgibt, kann nur eine Klage auf Herausgabe der Rezepte Erfolg haben und wird Erfolg haben. Dann kann man erst gegen die Toralabsetzung klagen.
Das muß aber flächendekend erfolgen.
Nebenbei, wie will die KK oder das Retax-Unternehmen beweisen, dass sie retaxieren wollen. Doch nur mit dem Nachweiss, dasß die Retaxation NACH Mitteilung an die Apotheke erfolgen soll.
Ich habe noch nie erlebt, daß eine Retax-Androhung per Einschreiben mit Rückschein erfolgt ist. Also kann die KK den Zugang nicht beweisen.
Einen einfachen Brief habe ich ab sofort leider nicht zu Gesicht bekommen!
#2 Was macht unser Verband?
Warum klagt der nicht endlich auf Unterlassung dieser Geschäftemacherei?
Sind die wieder in Gesprächen? Fragt sich dann nur mit wem?
Die Protaxplus macht so viele Fehler in ihren Retaxierungen. Fehlende Vollmachten, ist der Datenschutz gewährleistet, oder sind die Retaxierungen formal richtig? Der Arzneimittelvertrag regelt eine Rücksendung der Originale, Protaxplus will 50 Euro. Aber das ist alles formal richtig?
Vielleicht ist Apo-Audit eine echte Alternative? Die tun wenigstens etwas und kosten vor allen Dingen weniger.
#1 Was nun?
Schaltet sich hier endlich mal das BMG ein und bläst denen mal den Marsch. Eine flache Äußerung der parlamentarischen Staatssekrtärin, wäre auch wieder mal angebracht. Alles nur Sprechblasen, die haben mit sich selbst zu tun. Man kann nur hoffen dass sich das Thema BKK Novitas über das Thema erledigt über das sich alles regelt, Geld. In diesem Fall Geld was denen fehlt zum Überleben so dass sich diese Kasse selbst überlebt und abschafft.