Zoff um neuen BKK-Hilfsmittelvertrag Alexander Müller, 08.06.2012 14:32 Uhr
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Keine Versorgung ohne Vertrag: In Niedersachsen gilt seit Juni ein neuer Hilfsmittelliefervertrag für BKK-Versicherte.APOTHEKE ADHOC
Berlin - Die Hilfsmittelversorgung von BKK-Versicherten in Niedersachsen läuft derzeit nicht rund. Weil sich der BKK-Landesverband Mitte und der Landesapothekerverband Niedersachsen (LAV) nicht auf einen neuen Versorgungsvertrag einigen konnten, müssen die Apotheken seit Anfang des Monats jede Belieferung einzeln beantragen. Doch die Kassen lehnen das fast ausnahmslos ab und verweisen auf einen neuen Vertrag mit dem Bundesverband Deutscher Apotheker (BVDA).
Die BKKen hatten den Liefervertrag mit dem LAV Ende Juni 2011 gekündigt. Während der anschließenden Verhandlungen war die Friedenspflicht immer wieder monatsweise verlängert worden, die Apotheken durften also vorerst zu den alten Konditionen weiter versorgen. Im November hatten die 110 im BKK-Verband zusammengeschlossenen Kassen dann einen Vertrag mit dem BVDA geschlossen. Nach aktuellem Stand sind 143 der rund 2000 niedersächsischen Apotheken diesem Vertrag beigetreten.
Der LAV hatte es abgelehnt, sich dem Vertrag anzuschließen. Stattdessen hatte der Verband seine Mitglieder Mitte Mai – kurz vor Ende der Friedenspflicht – über Möglichkeiten aufgeklärt, wie sie BKK-Versicherte trotzdem versorgen könnten.
Demnach sollten die Apotheken entweder mit der Krankenkasse einen eigenen Hilfsmittelversorgungsvertrag schließen oder einem anderen bestehenden Vertrag beitreten. Vor dem BVDA-Vertrag hatte der LAV jedoch indirekt gewarnt, ohne diesen zu benennen. Als dritte Option könnten die Apotheken jede Belieferung als Einzelfall beantragen. Hierzu könnten sie auch die Clearingstelle des Verbands nutzen.
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#11Umsatz halten...
das kann für die Apotheke sogar schädlich sein. Die Kammerbeiträge bemessen sich immer noch an den Umsätzen der Apotheken. In WL hat das dazu geführt, dass trotz sinkender Ertragslage die Kammereinnahmen überproportional gestiegen sind. Das heißt, die Schere zwischen Beitragspflicht und Apothekenrendite klafft immer mehr auseinander ohne dass die Kammer beim Handaufhalten rot wird. Das dürfte in den anderen Kammern nicht anders sein. Umsatzhalten ist also unter heutigen Bedingungen wohl das falsche Argument. Den Kunden in der Apotheke halten und nicht an den Versandhandel verlieren, könnte das bessere Argument sein. Was den BVDA betrifft, so freut dieser sich, wenn er durch Vertragsabschlüsse der ABDA die Show stehlen kann. Dann sollte die Show aber so gut sein, dass die teilnehmenden Apotheken einen solchen Wettbewerbsvorteil haben, dass ihnen die anderen Apotheken zufliegen. Wenn jedoch aus der anscheinenden Sicht der LAV Mitglieder die BVDA-Mitglieder von der Verbandsspitze wie "Lumpen- oder Brohsamensammler" missbraucht werden, dann fragt man sich, welche selbstzerstörerischen Kräfte da am Werk sind, um im "VW-Land" die Verarmung der Apotheken voranzutreiben.
#10Liebe Zitronen
In Niedersachsen steigt eben ein Versuchsballon um an Euren Saft zu kommen. Ob Ihr schon etwas ausgepresst seid, ist doch egal. Hauptsache es kommen noch ein paar Tröpfchen. Und wenn Ihr dann 'leer' seid : Ab in die Tonne ! Warum Strecken wir uns immer nach Dingen, die sich betriebswirtschaftlich nicht mehr lohnen. Warum kündigen WIR nicht einfach mal alle Hilfsmittelverträge und kassieren erst mal bar, bis die GKV unsere Bedingungen akzeptiert. Andere können das doch auch. Früher bei der Sondennahrung, die ja jetzt z. B. über Fresenius direkt geht, fiel mir mal der Spruch ein, mit dem 5%ige Aufschläge gerechtfertigt wurden (bei Hauslieferung): 'Wenn man schon keinen Gewinn mehr macht, so haben wir den Umsatz wenigstens in der Apotheke gehalten.
#9Kranke KassenPolitik auf dem Rücken der Patienten.............
Ich denke, die Zeit ist reif, die KrankenKassen in den Fokus UNSERER Aktivitäten zu bringen - anstatt umgekehrt................ Apotheker gegen die kranke Politik der KrankenKassen ! www.apothekerprotest.de
#8Wieter so LAV - NDS
Endlich mal der richtige Weg, schade nur dass es in NDS noch so viele "Kollegen" gibt, die jeden Sch.... unterschreiben. Kollegial ist was anderes, und hier stimmt der Wolfspruch: "Der größte Feind der Apotheker ist der Apotheker" Früher wurde man noch für unkollegiales Verhalten vor den Kadi gezerrt.
#7noch trauriger
Derselbe Verband BKK Mitte hat mit den Kollegen in Rheinlandpfalz (LAV RP) einen ordentlichen und für Apotheker gut tragbaren Vertrag unterschrieben (Feb 2012). In Nidersachsen wollen die nicht. Ob die AUDI BKK das weiß? In RP gilt für die auch der LAV Vertrag! HA, die Apotheker sollen verarscht werden. Gut was die Niedersachsen da machen. Der andere Verband sollte die Keile aus der Apothekerschaft herausnehmen! Habt ihr Apotheken in Niedersachsen eigentlich mal die Patienten Ärzte und Politiker öffentlich von der Tatsache in Kenntnis gesetzt, dass der BKK Landesverband und eine AUDI BKK die Versorgung sehr kranker Menschen (aus meiner sozialen Sicht rechtwidrig nicht versorgen. Verstoß gegen elementare Rechte und Gefährdung des sozialen Friedens? Weiß die Verhandlungsführung auf Seiten des BKK LV Mitte eigentlich, worüber verhandelt wird? Um Geld oder Versorgung krnaker Menschen? Wo bleiben unsere Landespolitiker und rücken in dem BKK Verband mal ein paar Köpfe zurecht! Könnten auch die Chefs der BKKen (welche gehören eigentlich dazu?) tun!!!
#6@4 2 Kollegen ein Gedanke ....
.... mußte nur beim tippen 2x in den HV. Naja, doppelt hält besser :-) .
#5Interressant ist auch was sich der BVDA dabei gedacht hat ????
"Die Alternative zum DAV/LAV" . D.h. wir unterschreiben selbst das was der LAV/DAV nicht mehr annehmen kann oder will ? Die KK´s werden sich freuen, endlich welche die einspringen wenn der LAV rumzickt. Tolle Alternative lieber BVDA. Sollen LAV/DAV jetzt wieder jeden Scheiß unterschreiben, sonst macht ihr das ? Soll ich deshalb bei euch eintreten ? Habt ihr nicht dem LAV/DAV immer vorgeworfen das sie nicht hart genug verhandeln ? Na da habt ihr es den Krankenkassen mal richtig gezeigt !! Aber leider nur wie blöd man anderen Kollegen gegenüber sein kann und wie man erreicht das sich die Krankenkassen über die Apotheker ein weiteres Mal totlachen. Herzlichen Dank.............. an alle Kollegen in Niedersachsen, die diesen Scheiß nicht unterschrieben haben. Wenn jetzt noch der LAV bessere Konditionen herausholt, als der BVDA angenommen hat. Dann haben alle etwas davon .... außer der BVDA glaube ich.
#4traurig !
Traurig: Da greift ein Verband durch und weigert sich, jeder noch so schwachsinnigen Forderung von Kassenseite nachzugeben - und schon unterschreibt eine andere Gruppierung, die vorgibt, Apotheken zu vertreten, hundsmiserable Konditionen. Die Kassenfürsten triumphieren und überlegen bereits, an welcher Stelle sie nun die Daumenschrauben anlegen. Und wer glaubt, die Patienten würden sich bei ihrer Kasse beschweren, irrt gewaltig: Die Patienten werden ganz banal erpresst ... "entweder, Du akzeptierst den von der Kasse vorgegebenen Vertragspartner in Nirgendwo, oder Du bekommst keine Hilfsmittel mehr". So einfach ... und schon ist der Patient gaaaanz stille ...
#3keinen millimeter weichen....
keine verträge...keine lieferung. basta.....wer nicht unterschreibt, rettet die apotheken...traurig, aber wahr!!!
#2Steigerungsform
und da wo möglich, den KV erstellen und den Patienten direkt zur Geschäftsstelle schicken... . Die werden sich freuen!
#1Schönes Beispiel
wie es läuft, wenn ein Großteil der Apotheker ihre Verträge nach den Regeln des GMV (gesunder Menschenverstand) abschließen bzw. Verträge die nicht den Regeln des GMV genügen nicht abschließen. Weiter so.