Umweltschutz

Apothekentüten: Gebühr oder Steuer Maria Hendrischke, 03.02.2016 14:57 Uhr

Berlin - Plastiktüten sollen kostenpflichtig werden, um den Verbrauch zu senken. Schon ab April könnten Apotheker Kunden zur Kasse bitten. Ob eine Gebühr erhoben wird und wie hoch sie ausfällt, soll jedes Geschäft selbst bestimmen dürfen – wenn es nach dem Handelsverband Deutschland (HDE) geht.

Das HDE diskutiert heute mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) über eine freiwillige Gebühr für Plastiktüten. Wird der Vorschlag akzeptiert, können Einzelhändler selbst entscheiden, ob sie ihre Kunden für die Tüte zahlen lassen wollen und wie hoch dieser Betrag ausfallen soll.

Einen Entwurf dieser Vereinbarung hat der Verband bereits Vertretern der Handelsbranchen vorgelegt. Laut Stephan Rabl, Referent für Umweltpolitik beim HDE, haben bereits einige Branchen die Vorlage unterzeichnet. Sie haben sich so selbst verpflichtet, eine Gebühr für die Kunststoffbeutel zu verlangen. Wenn Hendricks den Entwurf des Verbands ohne Änderungsvorschläge annimmt, könne ab April Geld für die Tüten verlangt werden, so Rabl.

Fordert Hendricks dagegen, die Vereinbarung zu ändern, wird der HDE mit dem zweiten Entwurf erneut bei den Branchenvertretern vorsprechen und um Unterschriften werben. Die Einführung der Gebühr zum April sei dann jedoch nicht realistisch, sagt Rabl.

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