APOTHEKE ADHOC Umfrage

Revision – eine Typfrage APOTHEKE ADHOC, 19.02.2016 07:58 Uhr

Berlin - Eine Revision ist wohl immer eine Ausnahmesituation für Apotheken: Nicht nur zahlreiche rechtliche Vorgaben müssen beachtet werden – womöglich fragt der Pharmazierat auch nach der Berechnung einer Antibiotika-Dosierung oder dem Feuerlöscher. Wie genau die Kontrolle abläuft, obliegt dem einzelnen Pharmazierat. Dass dieser menschliche Faktor nicht zu vernachlässigen ist, zeigt eine Umfrage von APOTHEKE ADHOC.

Mehr als ein Drittel der Teilnehmer hat schon sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Revisionen gemacht. Wie es läuft, „kommt leider sehr auf den Pharmazierat an“, meinen sie. Tatsächlich haben die Prüfer einige Freiheitsgrade, etwa bei der Prüfung der Beratung, die seit 2014 mit auf dem Programm steht.

In den meisten Apotheken gibt es keine größeren Probleme bei der Begehung: 45 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass lediglich Kleinigkeiten bemängelt würden, die behoben werden könnten. „Wir sind immer top“, sagen 2 Prozent der Teilnehmer von sich – die Revision sei daher „ein Spaziergang“.

Allerdings läuft es nicht immer so glatt: 3 Prozent fühlen sich von den Kontrollen überfordert. „Man kann nie auf alles achten“, meinen sie. Als „katastrophal“ beurteilen 1 Prozent der Teilnehmer ihre Erfahrungen mit Pharmazieräten: „Wir mussten schon öfter zahlen“, gaben sie an. Weitere 15 Prozent der Teilnehmer sehen Revisionen prinzipiell kritisch: „Dieses Durchleuchten ist unwürdig“, meinen sie.

An der Umfrage nahmen am 10. und 11. Februar 2016 insgesamt 287 Leserinnen und Leser von APOTHEKE ADHOC teil.

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