Tarifverhandlungen

Adexa fragt nach Gehältern APOTHEKE ADHOC, 23.03.2016 08:59 Uhr

Berlin - Die Apothekengewerkschaft Adexa möchte sich auf die nächsten Tarifverhandlungen vorbereiten. Dafür werden aktuelle Eckdaten über die Arbeitsbedingungen in den öffentlichen Apotheken benötigt. Die sollen die Mitarbeiter selbst liefern: In einer Online-Umfrage fragt die Adexa derzeit nach Gehalt, Arbeitsbedinungen und Überstunden.

Abgefragt werden etwa die Wochenarbeitszeit und die Bruttoarbeitszeit. Außerdem wird nach dem 13. Gehalt gefragt – wurde es ausgezahlt oder gekürzt? Und wenn ja, wurde dies wie vorgeschrieben vier Wochen vorher angekündigt? Um die Daten auswerten zu können, sollen die Teilnehmer Alter, Arbeitsort, Berufsgruppe und Berufsjahr angeben.

Auch Überstunden sind ein Thema: Die Adexa will wissen, ob regelmäßig Überstunden anfallen – und wie viele. Die Teilnehmer sollen angeben, wie die Überstunden ausgeglichen werden, durch Freizeit, Bezahlung oder gar nicht. Schließlich geht es um die allgemeine Zufriedenheit am Arbeitsplatz und eine Einschätzung der Entwicklung: Wurden in der Vergangenheit Stunden gekürzt und Stellen gestrichen oder neue Stellen geschaffen beziehungsweise Stunden erhöht?

2014 stellte die Adexa bei der Auswertung der Umfrageergebnisse fest, dass sich das Gehaltsgefüge seit 2012 in vielen Regionen deutlich verschlechtert hat. Der Anteil der übertariflich vergüteten Angestellten sei gesunken, der der untertariflich bezahlten hingegen gestiegen. Das meiste Gehalt wurde durchschnittlich in Nordrhein gezahlt – 108 Prozent des Tarifs –, das niedrigste mit 93 Prozent in Sachsen. Alle fünf östlichen Bundesländer und Berlin fanden sich auf den hinteren Rängen.

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