Steinhöring

Frisch verliebte Apothekengründer Maria Hendrischke, 20.02.2016 09:34 Uhr

Berlin - Michaela und Leonhard Wieser waren Mitte 20, als sie sich ihren Traum von der eigenen Apotheke erfüllten. Sie übernahmen vor fünf Jahren gemeinsam die Sophien-Apotheke im ländlichen Steinhöring bei München. Ein riskantes Vorhaben, nicht nur in finanzieller Hinsicht: Die beiden waren zu dem Zeitpunkt nicht einmal seit einem Jahr ein Paar.

Die zwei kennen sich seit der Schulzeit, sie haben das gleiche Gymnasium besucht. Damals waren sie noch nicht liiert. Pharmazie studierten sie nach dem Abitur in verschiedenen Städten: Sie ging nach München, er nach Halle. Als Approbierte trafen sie sich in der Heimat wieder – und lernten sich gewissermaßen neu kennen.

Beide arbeiteten damals als angestellte Apotheker in der Umgebung. „Doch wir träumten davon, eine eigene Apotheke zu leiten“, sagt Leonhard Wieser. In ihren Familien gab es keine Apotheker – und somit auch keine Apotheke. Mehr zufällig hörten sie, dass das Apothekerpaar Kneidl die Sophien-Apotheke in Steinhöring aufgeben wollte. Inhaber Karl Kneidl war bereits mehr als 60 Jahre alt und wollte in den Ruhestand gehen. Seine Frau, ebenfalls Apothekerin, war nur wenig jünger.

Die beiden jungen Apotheker sahen ihre Chance. Obwohl sie nicht einmal sechs Monate zusammen waren, überlegten sie, die Sophien-Apotheke gemeinsam zu übernehmen. Sie stellten sich dem Inhaber vor. Der war überrascht von der Anfrage, denn offiziell stand seine Apotheke gar nicht zum Verkauf.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema