Pachtverhältnisse

„Apotheken werfen keinen Pachtzins ab“ Julia Pradel, 05.01.2016 10:28 Uhr

Berlin - Die eigene Apotheke ist immer auch ein Stück Absicherung – für die Rente oder für die Hinterbliebenen. Stirbt ein Apothekeninhaber oder kann er die Apotheke nicht selbst betreiben, kann das Geschäft vorübergehend verpachtet werden. Diese besondere Form des Apothekenbetriebs wird allerdings seltener: Denn es werde immer schwieriger, sowohl Pächter als auch Verpächter von einer Apotheke zu ernähren, erklären Steuerberater.

Grundsätzlich sieht das Apothekengesetz (ApoG) drei Formen der Verpachtung vor: Stirbt ein Apothekenbesitzer und erbt sein Lebenspartner als Nicht-Apotheker das Geschäft, darf dieser es solange verpachten, bis er neu heiratet. Erben die Kinder die Apotheke, dürfen sie sie für eine begrenzte Zeit verpachten – bis das jüngste Kind das 23. Lebensjahr vollendet. Beginnt eines der Kinder das Pharmaziestudium, kann die Frist bis zu dessen Beendigung verlängert werden.

So hat beispielsweise ein Apotheker aus Bayern die Apotheke von seiner Mutter gepachtet. Sein Vater sei zuvor Inhaber der Apotheke gewesen, aber schon früh verstorben, erzählt er. Seine Mutter habe großen Wert auf ihre Selbstständigkeit gelegt und daher die Apotheke an ihn verpachtet.

Apotheker selbst dürfen ihre Apotheke laut ApoG nur verpachten, wenn sie sie aus einem „wichtigen Grund“ nicht selbst betreiben können oder wenn wegen gesundheitlicher Probleme die Betriebserlaubnis oder die Approbation widerrufen wurden.

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