Schließung, Pleite, Übernahme APOTHEKE ADHOC, 27.08.2012 17:43 Uhr
-
Spitze des Eisbergs: Insolvenzen von Apotheken sind selten. Schließungen gibt es dagegen oft. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC
-
386 Hauptapotheken weniger: Im vergangenen Jahr gab es laut die ABDA erneut mehr Schließungen als Neueröffnungen. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC
-
30 Prozent in Verbünden: Die Zahl der Apotheken in Filialgruppen ist laut ABDA 2011 weiter gestiegen. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC
-
16 Prozent mit Filialen: Rund 100 Apotheker haben 2011 laut ABDA neu eine Filiale betrieben. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC
-
Stagnation in Apotheken: Die Rohgewinnmarge der typischen Apotheke sind laut Treuhand Hannover 2011 wieder leicht gesunken. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC / nach Treuhand Hannover
-
Problematischer Bereich: Laut Treuhand Hannover rechnet sich jede vierte Apotheke nicht. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC / nach Treuhand Hannover
-
Kein Risikozuschlag: Laut Treuhand Hannover verdient ein Apothekerinhaber rund 35.000 Euro, also soviel wie ein Angestellter. Foto: Grafik: APOTHEKE ADHOC / nach Treuhand Hannover
Berlin - Apothekenpleiten sind kein Thema, findet die Nachrichtenagentur dpa und verweist darauf, dass die Zahl seit langem konstant bei circa 30 Fällen pro Jahr liegt. Das stimmt zwar nicht ganz, aber weil Apotheker mit ihrem Privatvermögen haften, sind Insolvenzen tatsächlich sehr selten. „Apotheker schließen vor der Pleite“, konterte daher der Hessische Apothekerverband (HAV). Aussagekräftiger sind also die Zahlen der selbstständigen Apotheker, und die sind seit zehn Jahren durchweg rückläufig.
Rund 150 Apotheker warfen 2002 und 2003 das Handtuch. Mit Zulassung der Filialisierung nach die Konsolidierung rasant zu: Pro Jahr gaben ab 2004 netto – also unter Abzug der Neueröffnungen – jeweils mehr als 500 Pharmazeuten die Selbstständigkeit auf, ab 2008 waren es jeweils mehr als 400, seit 2010 mehr als 300. Knapp 3900 Hauptapotheken weniger gab es Ende 2011 im Vergleich zu 2002.
Dass diese Entwicklung in der Öffentlichkeit nicht wahrgenommen wird, liegt an der Filialisierung: Knapp 3700 Apotheken wurden seit 2003 in Filialen umgewandelt oder neu eröffnet. Zwischen 2004 und 2008 stieg die Zahl der Apotheken daher leicht.
- 1
- 2
Lesen Sie auch
-
ABDA-Zahlen
482 Apotheker geben auf»
-
APOTHEKE ADHOC-Umfrage
Apotheker rechnen mit Apothekensterben»
-
Treuhand-Zahlen
Jede vierte Apotheke im problematischen Bereich»
-
Apothekensterben
Sechs Apotheken schließen pro Woche»
- ABDA-Zahlen 30 Prozent in Filialverbünden»
APOTHEKE ADHOC Debatte
Neuere Artikel zum Thema
Westfalen-Lippe
Apothekerzahl sinkt auf 1970er Niveau»
GALERIE
Schließung, Pleite, Übernahme»
Apothekenzahlen
Weniger als 21.000 Apotheken»
Treuhand-Zahlen
Rohgewinn unter 25 Prozent»
DAV-Wirtschaftsforum
Diener: Der Tiefpunkt ist erreicht»
Mehr aus Ressort
- Rx-Boni Gericht: Kammern kennen keine Spürbarkeit»
- Verkehrsfähigkeit Risiko bleibt immer in der Apotheke»
- Freiwahl Neue Vorschriften für Kosmetika»
#2Man erkennt
im Diagramm, dass weniger Hauptapotheken aufgegeben werden, dafür aber die Gesamtzahl rasant abnimmt. Das heißt, es sterben gerade die Filialen...
#1Apotheken sterben langsam
Laufende Verträge für Miete, EDV,.... Unverkäufliche Apos machens halt so lange wie der Betreiber, und erst dann ist Schluss!