Rheinland-Pfalz

Apotheke schließt wegen Personalmangels Julia Pradel, 06.02.2016 09:56 Uhr

Berlin - Die Hubertus-Apotheke im rheinland-pfälzischen Straßenhaus lief gut. Trotzdem musste Thomas Schaefer sie Ende Dezember schließen – ihm fehlte das nötige Personal. Schaefer hatte im vergangenen Jahr die Hälfte seiner Approbierten verloren. Das war zuviel. 

Schaefer gehörten zuletzt drei Apotheken: Die Bahnhof-Apotheke in Neuwied gründete er vor neun Jahren, vor sieben Jahren kam die Hubertus-Apotheke dazu und vor zweieinhalb Jahren die Stern-Apotheke in Rengsdorf. Insgesamt beschäftigte Schaefer bis Ende des vergangenen Jahres 20 Mitarbeiter – vom Boten bis zum Approbierten. Vier Apotheker arbeiteten insgesamt in den drei Apotheken, inklusive Schaefer.

Dabei hätte er sich schon immer mehr Personal gewünscht. Seit er seine erste Apotheke eröffnete, sucht Schaefer neue Mitarbeiter. Zunächst hat er das Problem unterschätzt: „Ich war jung und Existenzgründer, da hat es nichts ausgemacht, viel zu arbeiten“, erinnert er sich. Und Anfang 2015 waren immerhin noch sechs Apotheker in dem Filialverbund beschäftigt.

„Doch zwei Mitarbeiter wurden vor einem halben Jahr von anderen Apotheken abgeworben, eine dritte hörte auf, um sich der Betreuung ihrer Kinder zu widmen“, erzählt Schaefer. Er selbst habe wiederum mit Hilfe eines Headhunters eine neue Apothekerin finden können – mehr war aber nicht zu holen. Ende des vergangenen Jahres beschloss dann die Filialleiterin der Hubertus-Apotheke, selbst eine Apotheke zu eröffnen und reichte ihre Kündigung ein. „Das war nicht mehr zu stemmen.“ 

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