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Briefkästen vor Apotheken sicher Alexander Müller, 20.01.2016 14:26 Uhr

Berlin - Im Zeitalter der digitalen Kommunikation verlieren Briefkästen an Bedeutung. Überflüssig sind sie mitnichten, historisch gewachsen sogar immer noch ein Politikum. An der Versetzung von Briefkästen im niedersächsischen Peine beteiligten sich die Post, die Stadt, eine Bürgervertretung und zwei Bundestagsabgeordnete. Jetzt stehen die Kästen jeweils vor einer Apotheke – weil es da sicherer ist.

Dreimal war der Briefkasten an seinem alten Standort an der Braunschweiger Straße in Peine zerstört worden, zweimal angegriffen, zuletzt sogar komplett gesprengt. Bei der Post geht man von Vandalismus aus. Da ein Ersatz zwischen 300 und 500 Euro kostet, verlor die Post die Lust an diesem Briefkasten und strich den Standort.

Die Gruppe „Runder Tisch Südstadt“ – ein Zusammenschluss verschiedener sozialer Einrichtungen, Schulen, Kitas und Anwohner des Viertels – kümmerte sich um die Angelegenheit. Nicht nur der Stadtrat wurde angeschrieben, sondern auch die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises, Ingrid Pahlmann (CDU) und der Hubertus Heil (SPD), immerhin Fraktionsvize und ehemaliger Generalsekretär seiner Partei.

Und tatsächlich trafen sich alle, um einen neuen Standort für den Briefkasten zu suchen. Bei einer Begehung der Südstadt wurden zwei Stellen gefunden, an denen die Briefkästen wegen des Publikumsverkehrs sicherer vor Vandalismus seien: vor der Hirsch-Apotheke am Berliner Ring sowie vor der Südstadt-Apotheke in der Märklinstraße.

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